Jetzt gilt es. Nach dem Motto ackert Fortunas Neuzugang Marcel Podszus in der Vorbereitung der Kö-Städter. Denn für den 27-Jährigen ist eines klar:

DÜSSELDORF: Positiv-Podszus da, wo er hinwollte

cb
20. Juli 2004, 11:05 Uhr

Jetzt gilt es. Nach dem Motto ackert Fortunas Neuzugang Marcel Podszus in der Vorbereitung der Kö-Städter. Denn für den 27-Jährigen ist eines klar: "Dieses Jahr zählt, entweder es brennt oder..."

Jetzt gilt es. Nach dem Motto ackert Fortunas Neuzugang Marcel Podszus in der Vorbereitung der Kö-Städter. Denn für den 27-Jährigen ist eines klar: "Dieses Jahr zählt, entweder es brennt oder..." Weiter spricht der ehemalige Gladbacher nicht, da für ihn klar ist, "ich muss und werde immer positiv denken, ansonsten hätte ich nicht nach Düsseldorf gehen müssen." Wo er jetzt zwölf Monate unter Strom steht. "Mein Vertrag geht über ein Jahr", berichtet Podszus, "daher heißt es hop oder top. Aber ich brauche hier keine Anlaufzeit, bin gleich richtig heiß auf die Aufgabe." Klar, wollte der Kicker doch schon lange für die Fortuna auflaufen. "Vor zwei Jahren war ich bereits eine Woche zur Probe hier", erinnert sich Podszus, "zuletzt beim Match in Gladbach haben mich viele gefragt, wann ich jetzt endlich komme. Und bei der Kulisse im Flinger Broich habe ich mich nur gefragt: Was ist denn hier los. Da war für mich klar, da muss ich hin."
Trotzdem vernimmt der 26-fache Regionalliga-Akteur (Chemnitzer FC) die heftige Suche des Vereins nach einem weiteren Angreifer. "Darüber wird diskutiert", bestätigt der Knipser, "aber was sollen wir machen, wenn einer kommt, muss er uns auch gleich weiterbringen." Was bedeutet, auch der Podszus-Platz ist trotz zahlreicher Vorbereitungs-Buden in Gefahr. "Jeder muss es erstmal schaffen, an mir vorbei zu kommen", zeigt der Neu-Fortune verbal seinen Kampfgeist. Zudem kann sich Podszus eine Sturmformation der aktuellen Kollegen gut vorstellen. "Ich denke, mit mir und Frank Mayer das passt. Ich bin groß, Frank wirbelt über außen und dahinter könnte Sergii Tytarchuk unser Dreieck vollenden." Denkbar, wenn die gesuchte Spielmacher-Verstärkung nicht zu realisieren ist.
Der Kampf um die Plätze birgt also noch Rätsel. Was die Liga anbelangt, weiß Podszus, der für Gladbach vier Mal in der Bundesliga am Ball war, was auf ihn und die Mannschaft zukommt. "Ich kenne die Klasse sehr gut, mit den drei Absteigern wird sie noch stärker. In fast jeder Truppe kenne ich ein oder zwei Spieler." Und ist der Durchmarsch in dieser Liga denkbar? "Durchaus", zeigt der Stürmer sein Selbstbewusstsein, "wenn alle ihr Potenzial abrufen, ist sicherlich einiges für uns drin."
Dafür sorgen soll Coach und Disziplin-Fanatiker Massimo Morales. Ein Ruf, den Podszus bestätigt. "Das ist wirklich seine oberste Priorität. Er kann zum Beispiel Unpünktlichkeit oder Nachlässigkeiten gar nicht ab. Der Zusatz: "So muss es sein. Er will uns eben einprügeln, es geht nur, wenn alle mitmachen. Außerhalb des Platzes ist er dafür ziemlich locker."
Neben Morales war auch Düsseldorfs Manager Thomas Berthold ein Grund für den Wechsel. "Wie führten bereits im Winter gute Gespräche, damals gab Gladbach mich nicht frei. Auffällig war, es wurde ganz direkt gesprochen und gefragt: Bist du jetzt dabei oder nicht?" Die Antwort kennt jeder. "Jetzt freue ich mich auf die Spielzeit, in der ich hoffentlich eine Führungsrolle einnehmen kann, sonst..." Weiter wird erneut nicht gesprochen, der Mann ist eben positiv eingestellt.

Autor: cb

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