Als sich der Bus des  24-köpfige Tross des Wuppertaler SV Borussia Montag per Bus ins Trainingslager nach Garrel-Petersfeld aufmachte, kletterte Chef-Trainer Georg Kreß nicht mit an Bord. Die Krankmeldung des Fußball-Lehrers wurde bis zum 11. Juli verlängert.

WUPPERTAL: Ohne Georg Kreß ins Trainingslager

tt
07. Juli 2004, 10:53 Uhr

Als sich der Bus des 24-köpfige Tross des Wuppertaler SV Borussia Montag per Bus ins Trainingslager nach Garrel-Petersfeld aufmachte, kletterte Chef-Trainer Georg Kreß nicht mit an Bord. Die Krankmeldung des Fußball-Lehrers wurde bis zum 11. Juli verlängert.

Als sich der Bus des 24-köpfige Tross des Wuppertaler SV Borussia Montag per Bus ins Trainingslager nach Garrel-Petersfeld aufmachte, kletterte Chef-Trainer Georg Kreß nicht mit an Bord. Die Krankmeldung des Fußball-Lehrers wurde bis zum 11. Juli verlängert.
Anstelle von Kreß und Assistenz-Coach Christian Broos, der einen wichtigen Trainer-Lehrgang in der Sportschule Kaiserau absolviert, sprangen der etatmäßige Oberliga-Trainer Werner Kasper sowie der letztjährige Borussen-"Co" Joachim Hopp ein.
"Wir haben 24 Spieler dabei, darunter drei Torhüter", zählt Werner Kasper durch, "ich werde sowohl dem bisherigen Stamm-Keeper Christian Maly als auch Daniel Schell und Marco Schulz die nötige Spielpraxis verschaffen."
Das geschieht in den beiden Turnier-Partien gegen Regionalliga Süd-Meister FC Bayern München Amateure sowie den Oberliga-Vertreter SV Wilhelmshaven. Je nach Verlauf der Veranstaltung kann der WSV anschließend noch auf Zweitliga-Neuling RW Essen oder Regionalliga-Start-Gegner FC St. Pauli treffen (siehe auch Seite 15). Dicke Brocken zum Auftakt! Kasper: "Wir machen das Beste draus. Bei dem Turnier geht es nicht darum, Erster oder Zweiter zu werden. Wichtig ist für uns, am 31. Juli topfit für die Meisterschaft zu sein."

Als prominentestes neues Gesicht tritt Andrzej Kobylanski die Reise nach Norddeutschland mit an. Der 33-Jährige (87 Bundesligaspiele, 154 Zweitliga-Einsätze) gab gestern telefonisch "Grünes Licht". Der einstige Kölner spielte zuletzt bei Wisla Plock, avancierte in der polnischen Elite-Liga zum drittbesten Scorer.
Sein aktueller Marktwert wird in diversen Internet-Foren auf 350.000 Euro geschätzt.
Werner Kasper, der Kobylanski noch aus seiner Zeit bei Hannover 96 kennt: "Koby kommt von oben, hat eine sehr positive Einstellung und gilt als ein Typ, der immer gewinnen will. Andrzej ist kein Querulant, sondern ein guter Typ. Wenn so ein Spieler ablösefrei zu bekommen ist, sollte man sich um ihn bemühen."

Das Alter sieht Werner Kasper nicht als Hinderungsgrund. "Wir benötigen auch ein paar gestandene Leute. Ich habe mir über Kobylanski Informationen eingeholt. Er bringt eine gewisse Substanz mit, ist dynamisch, aggressiv und schnell, verfügt über ein gutes Kopfballspiel." Auch die Positionen "linke Seite" sowie "Angriff" passen genau in die Wuppertaler Stellenbeschreibung. Kasper: "Wenn die Sache mit Kobylanski klappt, würde man ein deutliches Zeichen setzen." Allerdings buhlt nicht nur der Bergische Traditions-Club um die Dienste des Routiniers, sondern auch noch ein anderer Verein. Werner Kasper: "Koby hat in Polen noch eine Alternative in Aussicht, aber grundsätzlich möchte er zurück nach Deutschland." Da der Kreß-Vertreter den potenziellen Zugang als "vernünftigen Typen" einschätzt, dürfte auch beim Aushandeln des Jahres-Salärs eine realistische Ebene gefunden werden. Kasper: "So ein Spieler darf natürlich nicht den Gehaltsrahmen des WSV sprengen, aber so weit sind wir momentan ohnehin noch nicht."

Einen Rückschlag musste unterdessen Thomas Rietz verdauen. Der dynamische Mittelfeld-Dampfmacher scheint die gleiche Pechsträhne erwischt zu haben, die ihm schon in der abgelaufenen Saison mehrere Striche durch die Rechnung machte. Bei Rietz besteht der Verdacht, dass die alte Leistenverletzung aufgebrochen ist. Das Trainingslager hat sich damit für den ehemaligen Düsseldorfer erledigt.

Autor: tt

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