Umzug. Genau den vollzogen die Fortuna-Kicker am Dienstag im Trainingslager im italienischen Longarone. Aktuell wird im Hotel Posta genächtigt, wo sich die Akteure von den jeweils zwei Einheiten pro Tag erholen können.

DÜSSELDORF: Bocchio und Hoersen sammeln Argumente

cb
02. Juli 2004, 11:04 Uhr

Umzug. Genau den vollzogen die Fortuna-Kicker am Dienstag im Trainingslager im italienischen Longarone. Aktuell wird im Hotel Posta genächtigt, wo sich die Akteure von den jeweils zwei Einheiten pro Tag erholen können.

Umzug. Genau den vollzogen die Fortuna-Kicker am Dienstag im Trainingslager im italienischen Longarone. Aktuell wird im Hotel Posta genächtigt, wo sich die Akteure von den jeweils zwei Einheiten pro Tag erholen können. "Wir fangen mit Läufen an, nachmittags kommt der Ball hinzu", berichtet Düsseldorfs Coach Massimo Morales zufrieden über seine Trainings-Abläufe. "Alle ziehen wunderbar trotz der Wärme mit, die Laufzeiten stimmen. Zudem fügen sich die neuen Spieler problemlos ein."

Also auch die beiden Probekandidaten Thomas Hoersen und Bocchio. "Richtig", bestätigt der Italiener, "Thomas macht einen fitten Eindruck, ich konnte keine Rückstände erkennen. Er scheint pflegeleicht zu sein." Gleiches gilt für den Gaucho-Verteidiger. Morales: "Ein umgänglicher Typ. Man könnte glauben, er ist schon lange bei der Truppe, so dirigiert er trotz der Sprachbarrieren. Und es ist klasse zu sehen, wie ruhig er auch in brenzligen Situationen ist."

Klingt stark nach einer doppelten Verpflichtung nach der Italien-Rückkehr. "Kann gut sein", erklärt der Trainer, "wenn sie sich weiter so präsentieren, helfen sie uns ganz bestimmt weiter."

Einer, der gar nicht mehr helfen wird, ist Franzosen-Stürmer Kamel Oujedide, der kurz vor der Reise nach Langarone mitteilte, wieder nach Frankreich zu gehen. "Da war ich überrascht", gab Morales zu, "ich dachte, die Vertragsverlängerung wäre perfekt." Zusatz von Fortunas General Manager Fußball Thomas Berthold, der mittlerweile auch in Italien eingetroffen ist. "So ist Fußball, ich sehe das sachlich. Soweit ich weiß, hat Kamel noch keinen neuen Verein. Wenn er sich in dieser schwierigen Zeit, wo überall weniger Geld vorhanden ist, mal kein Eigentor geschossen hat."

Somit müssen die Kö-Städter nun auch im Sturm nochmals nachlegen. Ein Kandidat könnte Sasa Ciric sein, der seine Karriere mit dem Aufstieg des 1. FC Nürnberg eigentlich beenden wollte, seine Meinung aktuell aber geändert hat. "Ein interessanter Mann", lässt sich Berthold über den Torjäger, der auch RW Essen angeboten wurde, entlocken, "allerdings stehen wir auch zu anderen Angreifern in Deutschland und im Ausland in Kontakt. Vielleicht können wir schon in dieser Woche einen Abschluss vermelden." Anforderung vom Coach an den Attacke-Mann: "20 Tore muss er machen."

Das gilt natürlich nicht für den argentinischen Spielmacher, den der Verein im Auge hat. Berthold: "Es hängt von den Ergebnissen in Argentinien ab, ob unser Kandidat in Kürze zu uns kommt."

Kaum Interesse fand beim Trainer die Ansetzung der ersten Partien für die Regionalliga-Saison, wo die Fortunen zuerst in Münster, dann daheim gegen Braun.schweig ran müssen. "Vielleicht ist es gut, nicht sofort so weit fahren zu müssen. Ansonsten ist mir die Ansetzung relativ egal", fand Morales ehrliche Worte.

Autor: cb

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