Nach dem Abstieg aus der Regionalliga Nord hat bei Schalkes Amateuren das große Aufräumen begonnen.

SCHALKE U 23: Neuaufbau mit 16 plus zwei

hb
18. Juni 2004, 10:00 Uhr

Nach dem Abstieg aus der Regionalliga Nord hat bei Schalkes Amateuren das große Aufräumen begonnen.

Nach dem Abstieg aus der Regionalliga Nord hat bei Schalkes Amateuren das große Aufräumen begonnen. Abdul Iyodo wechselt zum Karlsruher SC, Benjamin Wingerter und Benjamin Koch zu Union Berlin, das nach erteilter Lizenz in der nächsten Saison in der Regionalliga Nord antreten darf. Christian Haufe (Holstein Kiel) und Charles Takyi (Hamburger SV A.) kicken in der nächsten Saison ebenfalls drittklassig, während Alexander Schiller mit dem SC Verl auf seine alte Truppe trifft. Keeper Christoph Müller heuert bekanntlich beim Nordrhein-Oberligisten 1.FC Kleve an. Noch unklar ist dagegen die Zukunft von Yakubu Adamu, Tamas Hajnal (bei Eintracht Braunschweig und Holstein Kiel im Gespräch) und Krisztian Szollar.

Mit Till Beckmann, Dirk Caspers und Mijo Stijepic bleiben der „U23“ somit nur noch drei Akteure aus dem bisherigen Kader erhalten. Dazu stoßen die Torhüter Volkan Ünlü und Manuel Lenz. Weil der Türke aber bei den Profis trainiert, soll noch ein Keeper geholt werden. Aus der eigenen Jugend rücken Kai Hesse, Bilal Aziz sowie die bereits in der abgelaufenen Serie eingesetzten Tim Hoogland, Simon Talarek, Stephan Bork und Christopher Seiffert hoch. Ob Stiven Rivic dem Verein erhalten bleibt, entscheidet sich in den nächsten Tagen. Das erst 17-jährige Super-Talent Alexander Baumjohann (Profi-Vertrag bis 2007) kickt in der „U19“. Somit müssen sechs oder sieben externe Kicker an Land gezogen werden. „Wir planen mit 16 Feldspielern plus zwei Torhütern“, weiß Trainer Gerd Kleppinger, dass mit einem deutlich reduzierten Etat (zuvor etwa 1,7 Millionen Euro) auch das Personal gekürzt wird.

Der Coach, der Anfang dieser Woche sein Engagement in Gelsenkirchen um ein Jahr verlängert hat, kann dem Kahlschlag sogar etwas positives abgewinnen. „Ich habe immer bemängelt, dass wir nicht autonom sind. Jetzt können wir davon ausgehen, ohne Spieler aus dem Bundesliga-Aufgebot, dafür aber mit einem festen eigenen Kader auskommen zu müssen“, sieht Kleppinger seine Mannschaft fortan nicht mehr als reine Durchgangs-Station vom Nachwuchs- zum Profi-Bereich. „Ein Thomas Kläsener hat sich oben fest gespielt, Michael Delura und Mike Hanke kamen nur ganz sporadisch bei uns zum Einsatz. Wir mussten immer improvisieren, ob unter der Woche im Training oder am Wochenende bei der Spiel-Vorbereitung. Das wird jetzt aufhören und darüber bin ich nicht unglücklich“, macht der 46-Jährige klar.

In einer starken Oberliga Westfalen scheint der sofortige Wiederaufstieg illusorisch. „Wattenscheid will sofort wieder hoch, Verl und Gütersloh rüsten auf. Dazu werden Bochums Amateure einen neuen Anlauf nehmen. Ich erwarte, dass wir oben mitspielen, sehe uns aber nicht als Favoriten“, bleibt „Kleppo“ realistisch. „Es wäre vermessen und falsch, die jungen Spieler jetzt so unter Druck zu setzen und zu sagen: Wir müssen aufsteigen“, betont auch der Amateur- und Jugend-Koordinator Bodo Menze.

Autor: hb

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