WSV - Runges Kampf um Mirko Stark verlief erfolglos

tt
16. Juni 2004, 22:22 Uhr

Für Mirko Stark ist das Kapitel Wuppertaler SV mit der vorzeitigen Rückkehr aus der Türkei beendet.

Für Mirko Stark ist das Kapitel Wuppertaler SV mit der vorzeitigen Rückkehr aus der Türkei beendet. "Mein Chef Dieter Prestin, in dessen Versicherungs-Agentur ich arbeite, hätte mir noch ein Jahr höherklassigen Fußball ermöglicht, aber ich werde in Zukunft nur noch spielen, um Spaß zu haben. Ich möchte mich nicht mehr ärgern", erklärt der 29-Jährige.

In der neuen Saison schnürt der einstige Wattenscheider Zweitliga-Profi für den Verbandsligisten SC Renault Brühl die Schuhe. "Ich kenne den Trainer Dieter Gans noch von den Kölner Amateuren, wir hatten über die Jahre immer Kontakt. Ich habe den Brühlern mein Wort gegeben, werde mich nach Möglichkeit natürlich noch beim WSV sehen lassen", kündigt Stark an.

Der Routinier bekam von Wuppertals Präsident Friedhelm Runge "Grünes Licht" für die Vertrags-Auflösung. "Herr Runge hat richtig um mich gekämpft", erfuhr Stark hohe Wertschätzung, "auch Trainer Georg Kreß wollte mich halten, aber letztlich findet kein Tauziehen wie im letzten Jahr statt." Da hatte Stark nach dem Regionalliga-Aufstieg bei Fortuna Düsseldorf unterschrieben, löste dort aber seinen Vertrag wieder auf, um zum Zoo zurückzukehren.

"Es gab im Grunde drei gravierende Punkte, die mich veranlasst haben, jetzt kürzer zu treten", teilt der Ex-Duisburger mit, "zum einen habe ich immer wieder gesundheitliche Probleme, zum anderen darf die berufliche Belastung nicht außer Acht gelassen werden." Und der dritte Aspekt? Stark: "Als Stammspieler hätte ich sicherlich noch eine Saison weitergemacht, aber ich war mit dieser Saison absolut nicht zufrieden. Das habe ich dem Trainer auch mitgeteilt. Ich habe letztlich andere Ansprüche, als nur die Hälfte alle Begegnungen von Beginn an zu absolvieren."

Trotz allem zieht Mirko Stark einen positiven Schluss-Strich. "Ich habe hier zwei Wahnsinns-Super-Jahre erlebt", strahlt der Kopfball-Spezi, "wir sind ein Mal Meister geworden und ein Mal Vierter geworden. Da bleibt viel Tolles hängen. Wuppertal ist mir richtig ans Herz gewachsen. Wir hatten Super-Typen im Team, es passte alles zusammen." Nur der Tick zum Aufstieg fehlte. Stark: "Vielleicht läuft es nächste Saison noch Mal so gut. Ich wünsche den Jungs, dass sie es dann packen."

Autor: tt

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