Nein, ein großes Vorbild hat Düsseldorfs neuer Torwart Sven Najemnik nicht. Der ehrgeizige Schlussmann sagt aber nach kurzem Überlegen:

F. DÜSSELDORF - Najemnik wie Buffon

cb
16. Juni 2004, 09:57 Uhr

Nein, ein großes Vorbild hat Düsseldorfs neuer Torwart Sven Najemnik nicht. Der ehrgeizige Schlussmann sagt aber nach kurzem Überlegen: "Der Gianluigi Buffon ist nicht schlecht, er zeigt nicht nur tolle Reaktionen, sondern auch eine gute Strafraum-Beherrschung."

Nein, ein großes Vorbild hat Düsseldorfs neuer Torwart Sven Najemnik nicht. Der ehrgeizige Schlussmann sagt aber nach kurzem Überlegen: "Der Gianluigi Buffon ist nicht schlecht, er zeigt nicht nur tolle Reaktionen, sondern auch eine gute Strafraum-Beherrschung."

Buffon nimmt zurzeit mit Italien an der Fußball-EM in Portugal ein. Während der Star von Juventus Turin total unter Turnier-Strom steht, schaltet Najemnik ab. Und zwar auf Gran Canaria. "Ich mache für zehn Tage Urlaub, danach gilt die ganze Konzentration der Fortuna. Ich werde mich voll reinhauen und alles geben." Der 21-Jährige ist überzeugt: "Ich bin sicher, dass ich leistungsmäßig ein paar Prozent draufpacken kann."

Beim Westfalen-Oberligisten VfB Hüls stand der Torhüter drei Jahre unter Vertrag, das ganz große Fußball-Feeling kam allerdings vor 200 Zuschauern nicht auf. Najemnik: "Wenn ich an das Regionalliga-Spiel beim FC St. Pauli denke, dann ist das natürlich etwas ganz Besonderes. Auch unser Sommer-Trainingslager in Italien wird eine neue Erfahrung für mich. Von kleinauf war es mein Traum, irgendwann Mal ganz nach oben zu kommen."

Bei den Landeshauptstädtern ist der informationstechnische Assistent jetzt etwas näher dran. "Bisher habe ich immer daran geglaubt. Dass es mit Fortuna jetzt geklappt hat, war etwas Glück und auch eine kleine Überraschung. Ich hatte ehrlich gesagt nicht damit gerechnet."

Najemnik unterschrieb nach dem gelungenen Probetraining einen Einjahres-Vertrag mit Option von Vereinsseite. "Der Club möchte sehen, wie ich mich entwickele. Ich werde auch Praxis in der Fortuna-Reserve sammeln. Ein Jahr nur auf der Bank zu sitzen, würde sicherlich nichts bringen. Für mich ist Düsseldorf eine Riesen-Chance, die ich nutzen möchte."

Den Draht zum ehemaligen DFB-Pokalsieger knüpfte Svens Vater Kurt Najemnik. "Er hat das beratende Heft schon seit Jahren in der Hand", verrät der Torwart, "er kann mich ganz gut verkaufen." Der frühere Oberhausener Jugend-Keeper sieht sich momentan noch in der Lern-Phase: "Bis zum besten Torwart-Alter mit Ende 20 kann ich mich noch weiter entwickeln." Ehrgeiz ist auf jeden Fall vorhanden - Najemnik: "Wenn ich mir den Schritt nicht zutrauen würde, hätte ich ihn gar nicht erst gemacht. Ich komme als zweiter Mann, möchte mich etablieren und durchsetzen."

Autor: cb

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