Auch im Kurz-Urlaub ruft Dortmunds neuer Amateur-Trainer Uwe Neuhaus Höchstleistungen ab.

DORTMUND (A) - Anruf bei Francis Bugri

tt
15. Juni 2004, 11:35 Uhr

Auch im Kurz-Urlaub ruft Dortmunds neuer Amateur-Trainer Uwe Neuhaus Höchstleistungen ab.

Auch im Kurz-Urlaub ruft Dortmunds neuer Amateur-Trainer Uwe Neuhaus Höchstleistungen ab. Samstag radelte der Köppel-Nachfolger im Münsterland. Und das sogar ziemlich schnell. "Den großen Regen konnte ich umfahren", lacht Neuhaus.

In der Woche wird der Borussen-Coach zum Hörer greifen. Am anderen Ende der Leitung soll sich Mittelfeld-Trickser Francis Bugri erklären, ob er bei den Schwarz-Gelben bleiben oder den Verein lieber verlassen möchte. Neuhaus: "Francis wollte abklopfen, ob es für ihn andere Möglichkeiten gibt. Ich habe ihm gesagt, dass ich ihn gerne bei uns behalten würde." Verständlich: Der Champions League-erfahrene Bugri zählt zu den routinierteren Kräften bei den jungen Borussen und kann eine Mannschaft, sofern er Bestform abruft, durchaus mit kreativen Ideen füttern.

Unterdessen musste Uwe Neuhaus die Nachricht vom Knoche-Abgang verdauen. Dortmunds Dauerbrenner war im abgelaufenen Spieljahr in allen 34 Liga-Spielen am Ball, folgt seinem alten Coach Horst Köppel aber zu den Amateuren von Borussia Mönchengladbach. Knoche spielt künftig also eine Liga tiefer. Ein kluger Schachzug? Neuhaus: "Ob die Entscheidung richtig war, wird die Zukunft zeigen." Großartigen Handlungsbedarf sieht der Familienvater im Defensiv-Bereich nicht. "Wir sind hinten trotzdem ganz gut besetzt und haben verschiedene Variations-Möglichkeiten. Bei Verletzungen oder Abstellungen kann es natürlich eng werden", weiß der langjährige Sammer-Assistent auch um die Kehrseite der Medaille.

Mit dem Kader ist Uwe Neuhaus unter dem Strich zufrieden, allerdings würde er sich nicht dagegen sträuben, wenn noch ein Sturm-Akteur hinzu käme. "Einen Torjäger sucht allerdings jeder", sagt der frühere Erkenschwicker, "wenn wir Sahr Senesie bei uns im Kader hätten, wäre das Problem im Grunde behoben. Allerdings wünsche ich es Sahr nicht, schließlich hat er schon seine Qualitäten in der Bundesliga unter Beweis gestellt." Nachvollziehbar, dass ein Top-Talent nur ungerne den Schritt zurückmacht.

Autor: tt

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