Die Überraschung in Düsseldorf war groß, als Fortunas General-Manager Fußball, Thomas Berthold, bekannt gab, wer in kommenden Regionalliga-Jahr keinen neuen Vertrag bei den Kö-Städtern erhält.

FORT. DÜSSELDORF - Umzug nur, wenn alles stimmt

cb
29. Mai 2004, 21:05 Uhr

Die Überraschung in Düsseldorf war groß, als Fortunas General-Manager Fußball, Thomas Berthold, bekannt gab, wer in kommenden Regionalliga-Jahr keinen neuen Vertrag bei den Kö-Städtern erhält.

Die Überraschung in Düsseldorf war groß, als Fortunas General-Manager Fußball, Thomas Berthold, bekannt gab, wer in kommenden Regionalliga-Jahr keinen neuen Vertrag bei den Kö-Städtern erhält. Unter anderem traf es mit Robert Niestroj einen Stammspieler der abgelaufenen Spaison. Der konnte das zuerst gar nicht glauben. "Die Enttäuschung war riesig, vor allem, weil ich damit nicht gerechnet hatte." Niestrojs Zusatz: "Vor sieben Wochen sagte mir unser Coach Massimo Morales, er setze auf mich. Auch letzten Freitag wurde das bestätigt. Und Montag heißt es plötzlich, ich bekomme keinen neuen Vertrag." Den bekommt allerdings Leverkusens Mittelfeldakteur Tim Kruse (21), Paulis Marco Gruszka soll eine Offerte haben.

Nun ist der ehemalige Nürnberger Niestroj der Gelackmeierte, da "ich lose Anfragen sofort abgesagt habe, weil ich dachte, ich werde in Düsseldorf bleiben." Zudem hadert der Mittelfeld-Kicker. "Das hätte man mir früher sagen müssen, dann hätte ich mich wenigstens von den Fans verabschieden können." Jetzt steht der Abgang fest, kein schöner Gedanke für Niestroj, der mit einer kleinen Pause seit zwölf Jahren im Verein ist. "Das tut wirklich weh. Ich war ein gebranntes Kind bei den Anhängern, nachdem ich ging. Jetzt hat man gemerkt, ich identifiziere mich mit dem Club, da muss ich weg", ist der 29-Jährige immer noch fassungslos.

Jetzt stellt sich die Frage, wie es sportlich mit Niestroj weitergeht. "Keine Anhnung. Eigentlich wollte ich mit dem Wohnwagen zur EM nach Portugal. Ich habe schon die Tickets für alle Viertelfinalspiele und ein Halbfinale. Das möchte ich nur ungern absagen. Ich bin ja auch dort erreichbar." Niestroj zählt aber in erster Linie auf die 18 Tage, die zwischen dem Mallorca-Trip der Mannschaft und der Portugal-Reise liegen. "Da kann viel passieren. Und ein eventuelles Probetraining kann ich auch nach dem Urlaub noch machen."

Niestrojs Schlusswort. "Ich habe Familie, Freunde alles in Düsseldorf. Für 2000 Euro gehe ich nicht nach Hoffenheim, da spiele ich lieber in der Oberliga und arbeite nebenher. Wenn aber alles stimmt, kann ich mir auch einen Umzug vorstellen."

Autor: cb

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