Am Dienstag schlossen sich hinter Oliver Kahn die dicken Türen der JVA Iserlohn - freilich weilte der Ex-Nationalkeeper aber nur zu Besuch im Knast.

Besuch in JVA-Iserlohn

Oliver Kahn im Knast

sid
12. April 2011, 13:07 Uhr

Am Dienstag schlossen sich hinter Oliver Kahn die dicken Türen der JVA Iserlohn - freilich weilte der Ex-Nationalkeeper aber nur zu Besuch im Knast.

Der ehemalige Fußball-Nationaltorwart Oliver Kahn und der nordrhein-westfälische Justizminister Thomas Kutschaty haben am Dienstag in der Justizvollzugsanstalt Iserlohn den Startschuss für das neu ausgerichtete Projekt "Anstoß für ein neues Leben" gegeben. Der Vizeweltmeister von 2002 kam als Botschafter der Sepp-Herberger-Stiftung des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) ins Sauerland.

Das Ziel ist es, junge Gefangene und Haftentlassene bei der sozialen und beruflichen Wiedereingliederung zu unterstützen. In Zusammenarbeit mit dem Justizministerium, der Bundesagentur für Arbeit, dem Westdeutschen Handwerkskammertag, dem Deutschen Handwerksblatt und MABiS.NeT organisiert die Sepp-Herberger-Stiftung dieses bundesweit einzigartige Projekt. Nach dem Start der Pilotphase im Jahr 2008 wurde nun das von Kahn entwickelte Motivationsprogramm "Du packst es!" integriert.

In den Justizvollzugsanstalten Iserlohn, Siegburg, Herford, Heinsberg, Hövelhof (männliche Gefangene) und Köln (weibliche Gefangene) werden die jeweils elf Jugendlichen von Teams aus Sportbeamten, Mitarbeitern des Sozialdienstes und von MABiS.NeT betreut. Begleitet werden sie durch prominente Paten aus dem Fußball.

Dagmar Freitag, die Vorsitzende des Sportausschusses des Deutschen Bundestages, lobte: "'Anstoß für ein neues Leben' ist ein tolles Projekt, das für junge Gefangene eine Brücke schlägt in den neuen Lebensabschnitt nach dem Jugendstrafvollzug und das ihnen durch ein Engagement im und für den Sport neue Perspektiven bietet."

Autor: sid

Kommentieren