Beim Spiel gegen Ratingen fiel der Vorhang für Düsseldorfs Spielmacher Michael Zeyer.

F. DÜSSELDORF: Zeyers Karriere-Vorhang fiel

cb
25. Mai 2004, 11:24 Uhr

Beim Spiel gegen Ratingen fiel der Vorhang für Düsseldorfs Spielmacher Michael Zeyer.

Beim Spiel gegen Ratingen fiel der Vorhang für Düsseldorfs Spielmacher Michael Zeyer. Nach 146 Bundesligapartien, 179 Zweitligamatches und der finalen Abschluss-Saison in Düsseldorf unterhielt sich RS vor dem letzten Auftritt im Fortuna-Trikot mit dem ehemaligen Freiburger.

Michael Zeyer, bereiten Sie sich auf den Schluss-Akkord besonders vor?
Nein, ich werde ja nicht von Anfang an dabei sein. Sicher ist nur, ich komme später rein, um mich verabschieden zu können.

Sie leben bereits lange in Düsseldorf. War der Aufstieg mit der Fortuna ein toller Karriere-Abschluss?
Auf jeden Fall. Wir haben eine große Aufgabe gemeistert, haben den Verein wiederbelebt.

Jetzt ist Schluss mit dem aktiven Sport. War es eine schwere Entscheidung, im übrigen parallel mit Ihrem Bruder Andreas, aufzuhören?
Es ist immer hart, den richtigen Zeitpunkt zu finden. Mir macht Fußball Spaß, da ist man hin und hergerissen. Aber ich bin zufrieden mit meiner Entscheidung. Und zu meinem Bruder. Wir haben gemeinsam begonnen, da müssen wir doch auch gleichzeitig aufhören.

Die letzten Matches nach dem feststehenden Aufstieg verliefen nicht mehr erfolgreich. Ihre Erklärung.
Wir hatten Probleme mit den Verletzten, sind alle etwas ausgebrannt. Jetzt versuchen wir, heute nochmal richtig motiviert an das Match gegen Ratingen ranzugehen, da bei einem schlechten Ende immer ein fader Beigeschmack bleibt.

Sie kündigten ein Jahr Schaffenspause an. Was haben Sie für diese Zeit geplant?
Etwas Abstand gewinnen und Sprachen lernen. Zunächst werde ich für drei Monate nach Russland fahren, um mein Russisch zu verbessern. Was im nächsten Jahr passiert, ist noch offen. Jedenfalls werde ich Sprachschulen besuchen, besonders, um mein Spanisch aufzupolieren. Die Füße werden auf alle Fälle nicht hochgelegt.

Und in einem Jahr kommen Sie zurück zur Fortuna, korrekt?
So ist es besprochen. Für das Angebot bin ich Thomas Berthold sehr dankbar, eine tolle Einstiegsmöglichkeit für mich. In Stadion- und Mannschaftsfragen ist auch dann sehr viel zu tun. Ich habe 1996 mein BWL-Studium abgeschlossen, hoffe daher, schnell und produktiv etwas zum Erfolg des Vereins beisteuern zu können.

Wo sehen Sie den Club in einem Jahr?
Das Ziel ist bekannt, vielleicht schaffen wir den Durchmarsch. Aber die Elf soll sich nicht zu stark unter Druck setzen lassen, muss sich mit vielen Neuen erst finden. Ich denke aber, mit den bisherigen Zugängen wurde ein guter Anfang gemacht.

Autor: cb

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