Was wurde nicht alles getitelt: „Finale, „Endspiel“, „Entscheidungsspiel“ lauteten die Überschriften vor der Partie zwischen Brünninghausen und SW Wattenscheid.

FCB - SWW 08 2:2

Buckmaier: "Es nutzt ja nicht..."

10. April 2011, 21:31 Uhr

Was wurde nicht alles getitelt: „Finale, „Endspiel“, „Entscheidungsspiel“ lauteten die Überschriften vor der Partie zwischen Brünninghausen und SW Wattenscheid.

Doch nur bis Mittwoch. Da folgte dann der Aussetzer der Bochumer. Mit 0:3 ging der Tabellenzweite gegen den SV Sodingen unter, und von dem einstigen Aufstiegsfeuer blieb nur noch ein Fünkchen. Doch das wollten die Gäste mit einem Sieg beim Spitzenreiter wieder anfachen und legten gleich los wie die Feuerwehr.

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Allen voran der „beste Mann auf dem Platz“, wie FCB-Kapitän, Dominic Tempel Wattenscheids Volkan Kiral hinterher bezeichnete. Der quirlige Angreifer stellte die Brünninghauser Defensive vor schier unlösbare Probleme und hatte auch die beste Chance der Anfangsphase. Sein Schuss nach einem 50-Meter-Solo strich allerdings knapp am FCB-Gehäuse vorbei (20.). Mitten in die Wattenscheider Drangphase jedoch der Schock für die Schwarz-Weißen. Einen kapitalen Bock von Ali Vural nutzten die Hausherren zum ersten gefährlichen Angriff – und zum 1:0 durch Denis Boutagrat (30.). „Es nützt ja nichts, wenn man die bessere Mannschaft ist, selbst die Tore aber nicht macht und dann auch noch durch einen individuellen Fehler in Rückstand gerät“, ärgerte sich Wattenscheids Coach Ede Buckmaier nach dem Abpfiff.
[infobox-right]Brünninghausen: Parossa – Harbott, Tempel, Gerl, Greig (89. Greig) – Berning, Behrend, Otto (80. Otto), Ankrah, Podeschwa – Boutagrat (65. Hillerbrand).
Wattenscheid: Möller – Kaiser, Büscher, Jost, Nowak – Helfer, Beyer, Vural (69. Löhr), Löhr (59.Giertulla) – Kokoschka (75. Buckmaier), Kiral.
SR: Lars Bremkens.
Tore: 1:0 Boutagrat (30.); 2:0 Ankrah (35.); 2:1, 2:1 Kiral (69., 75.).
Z: 450.[/infobox]
Und es kam noch schlimmer für die Gäste. Dem 2:0 durch David Ankrah ging wieder ein Wattenscheider Ballverlust im Mittelfeld voraus. Robert Podeschwa bediente gedankenschnell Dominik Behrend, der unwiderstehlich davon zog und auch noch den Blick für den besser postierten Ankrah hatte (35.). Doch die Gäste steckten nicht auf, überwanden den Schock des Rückstandes und dominierten ab der 60. Minute die Partie wieder eindeutig, ohne allerdings zu hochkarätigen Chancen zu kommen. Also mussten Standards für die Treffer herhalten. Innerhalb von sechs Minuten schlug der schon angesprochene Kiral aus beinahe identischer Position zu. Aus rund 25 Meter versenkte er zwei direkte Freistöße mit seinem starken linken Fuß (69., 75.). Zumindest der erste schien aber haltbar.

Doch damit war es das dann auch vorbei mit der Wattenscheider Offensivherrlichkeit. Letztlich wankte der FCB, fiel aber nicht und rettete den Zähler über die Zeit. „Wir sind auf einen überlegenen Gegner getroffen“, räumte Brünninghausens Coach Volker Rieske ein, „und müssen daher mit dem Unentschieden auch zufrieden sein.“

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