Einen noch, dann sind vier komplette Mannschaften voll!  Am Freitag zauberte Schalkes Trainer Gerhard Kleppinger mit dem vor vier Wochen gerade 18 Jahre alt gewordenen A- Jugendlichen Manuel Neuer bereits den  43. Spieler in der laufenden Saison aus dem Hut.

SCHALKE U 23 - Manuel Neuer vom Schulklo ins Regionalligator

sb
27. April 2004, 12:39 Uhr

Einen noch, dann sind vier komplette Mannschaften voll! Am Freitag zauberte Schalkes Trainer Gerhard Kleppinger mit dem vor vier Wochen gerade 18 Jahre alt gewordenen A- Jugendlichen Manuel Neuer bereits den 43. Spieler in der laufenden Saison aus dem Hut.

Einen noch, dann sind vier komplette Mannschaften voll! Am Freitag zauberte Schalkes Trainer Gerhard Kleppinger mit dem vor vier Wochen gerade 18 Jahre alt gewordenen A- Jugendlichen Manuel Neuer bereits den 43. Spieler in der laufenden Saison aus dem Hut.

„Volkan Ünlü verletzt, Christopher Heimeroth bei den Profis, beim Abschlusstraining am Freitag zog sich zu allem Überfluss auch noch Christoph Müller eine Außenbandriss im Sprunggelenk zu“, erklärte Co-Trainer Mike Büskens die erneute Not bei den „kleinen“ Königsblauen.

„Christoph Müller hat zwar vor noch einen Aufwärmversuch gestartet, aber es ging nicht“ ergänzte Manager Bodo Menze. Und weil man Manuel Lenz, dem letzten verbliebenen Torhüter aus dem Seniorenbereich, die Regionalliga offensichtlich nicht so Recht zutraut, rückte plötzlich der blutjunge Manuel Neuer in den Blickpunkt. “Er hat den Vorzug erhalten gegenüber dem Manuel Lenz, weil er voll im Spielbetrieb ist“, revidiert Kleppinger. „Erfahren habe ich es erst am Freitag Nachmittag in der Schule. Nervös war ich trotzdem“, atmete der in Gelsenkirchen geborene und seit dem fünften Lebensjahr für Schalke spielende U18-Nationaltorhüter nach seinem Debüt im Seniorenbereich tief durch. „Während des Geschichtsunterrichts hatte ich plötzlich einen Anruf von Herrn Menze auf meinem Handy. Dann habe ich meinem Lehrer gesagt, ich muss auf die Toilette und hab` ihn schnell zurückgerufen“, schmunzelte Neuer.

Anschließend lieferte er eine ganz starke Leistung ab. Am frühen Gegentor machtlos, bewies er besonders zu Beginn der zweiten Hälfte bei zwei guten Gelegenheiten der Dresdener sein Können und strahlte jederzeit Ruhe aus. „Das hat mich nicht überrascht. Mir war klar, dass er so spielen kann. Bis die Verletzten zurückkehren, hat er hat auch in den kommenden Spielen unser Vertrauen“, erhielt der 1,90 „Schlaks“ den verbalen Ritterschlag von Gerhard Kleppinger.

Autor: sb

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