RWE - "Hempi" und die "Bank" von Essen

og
26. April 2004, 11:27 Uhr

"Deja vue"! Irgendwann in Durchgang zwei schweift der Blick zur Außenline, rechts neben dem Spielertunnel hockt immer Essens Geschäftsführer Nico Schäfer - nicht ansprechbar!

"Deja vue"! Irgendwann in Durchgang zwei schweift der Blick zur Außenline, rechts neben dem Spielertunnel hockt immer Essens Geschäftsführer Nico Schäfer - nicht ansprechbar! Etwa in der 80. Minute öffnen die Ordnungskräfte immer das Tor, RWE-Präsident Rolf Hempelmann gesellt sich dazu. Gemeinsam wird bis zum Ende gefiebert - so auch gegen Kiel. Beim Tor fiel sich die Chefetage um den Hals. Grund genug, einmal beim Boss nachzufragen.

Rolf Hempelmann, darf man Sie fragen, wieviel Haare Sie bei einem solchen Match verlieren?
Das ist eine sehr, sehr impertinente Frage bei meiner Frisur.

Mal im Ernst, wie geht man mit bei einem solchen Ding?
Bis zur letzten Sekunde, man ist ist immer zwischen Hoffen und Bangen, allerdings permanent mit dem Optimismus, irgendwann machen wir auch das Tor.

Irgendwann ist dann oft Erwin Koen.
Erwin hat uns versöhnt. Naja, so eine Freistoßsituation muss man sich herausarbeiten. So ein Typ wie Erwin ist dann schon eine Bank für RWE.

Wie deutlich bemerken Sie die Stimmung des Umfelds im Moment?
Das Umfeld ist absolut ruhig. Das liegt auch daran, wir strahlen die wichtige Ruhe aus.

Die Ränge waren nicht ruhig!
Das war fantastisch, die Fans haben gerade in der Phase, als es unser Team super benötigte, permanent gesungen, das ging ja ohne Unterlass. Die müssen doch nach einem Match fix und fertig sein.

Entscheidet sich alles am letzten Spieltag oder haben Sie Hoffnung, dass Ihre Planungen viel früher konkretisiert werden können?
Ich denke nur an den nächsten Spieltag. Alles andere wäre falsch, diese Erfahrung haben wir gemacht, was passieren könnte, wenn man über drei oder vier Spieltage hinweg denken will. Aber es ist klar: Je früher wir etwas machen können, desto besser. Das Team ist vernünftig, der Trainer weitblickend, immer dafür zu sorgen, dass jeder realisiert, dass die nächste Aufgabe immer die schwerste ist. Eine Floskel, die aber stimmt.

Autor: og

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