Fast acht Monate nach dem Startschuss kam es am Donnerstagabend für die Westfalenligisten zum Wiedersehen mit den Kontrahenten vom ersten Spieltag.

WL 2: Die Nachholspiele

Polizei-Einsatz in Eving, Wanne schon raus?

Elmar Redeman
07. April 2011, 21:58 Uhr

Fast acht Monate nach dem Startschuss kam es am Donnerstagabend für die Westfalenligisten zum Wiedersehen mit den Kontrahenten vom ersten Spieltag.

DJK TuS Hordel - SG Wattenscheid 09 3:0 (1:0)
Die DJK TuS Hordel ist in der Tat die Nummer eins der Stadt - hinter dem VfL Bochum. Nach dem 3:0 (1:0)-Sieg im Derby beträgt der Vorsprung auf die SG Wattenscheid immerhin schon neun Punkte. Alexander Wagener hatte den Torreigen nach 37 Minuten eröffnet, Philipp Dragicevic (64.) und Patrick Rudolph (90.) erzielten die weiteren Treffer für die Grün-Weißen. "Die Leichtigkeit des Seins, die wir all die Wochen über hatten, ist uns seit ein paar Spielen völlig abhanden gekommen. Einige Spieler sind mit dem Kopf nicht so bei der Sache, wie sie es müssten, nach vorne geht bei uns nicht viel. Und in Hordel hauen wir uns einige Tore hinten selbst rein", erklärte SGW-Coach André Pawlak nach dem Spiel. Apropos "reinhauen": Timo Erdmann sah nach einem Ellbogenschlag gegen Maximilian Wagner (88.) die Rote Karte.

ASC 09 Dortmund - SuS Langscheid/E. 0:2 (0:1)
Nach dem 1:1 gegen Erndtebrück und dem 1:0-Sieg in Hassel ist der kleine Höhenflug des ASC auch schon wieder vorbei. "Wir sind richtig gut angefangen und ich dachte, das läuft ja heute. Aber nach etwa 25 Minuten haben wir in Sachen Konzentration und Körpersprache abgebaut", berichtete ASC-Coach Mark Elbracht. Der 2:0 (1:0)-Erfolg des SuS im Waldstadion war indes schon der sechste Auswärtssieg von Langscheid der bisherigen Saison. Andreas Juchum hatte die Sauerländer per "Billardtor" in Führung gebracht (40.) , den Endstand erzielte Jonas Schmidt nur Sekunden nach Wiederanpfiff - per Distanzschuss aus 25 Metern. Elbracht: "Da war erstmal Alarm im Hafen und wir haben 10, 15 Minuten richtig schlecht gespielt." Am Ende kamen die 09er zwar noch zu Möglichkeiten, alles in allem hätten aber "einige Prozent gefehlt", um etwas Zählbares zu holen, so Elbracht.

TuS Erndtebrück - 1. FC Kaan-Marienborn 2:0 (1:0)
Topspiel und Derby - im Wittgensteiner Land stieg der Kracher des Nachholspieltags. Wie schon am ersten Spieltag (3:1 für den TuS) und im Kreispokal-Achtelfinale (3:1 n. E.) ging Erndtebrück vor 1270 zahlenden Zuschauern (!) als Sieger vom Platz. Doch ein Eigentor musste herhalten, um die Hausherren auf die Siegerstraße zu bringen: Kaans Marius Jung hatte nach einer Hereingabe von Markus Waldrich ins eigene Netz getroffen (39.). In der zweiten Hälfte drängte der Gast auf den Ausgleich, Patrick Waginzik hatte aber nur die Querlatte getroffen (54.). Ähnlich erging es Daniel Nachilo, der einen Freistoß für Erndtebrück ebenfalls ans Aluminium setzte (72.). Timo Dreisbach machte dann jedoch für den TuS den Sack zu (87.).

TuS Eving Lindenhorst - BV Brambauer 0:3 (0:0)
Unter den Augen von (Noch-)BVB-Profi Dede kassierte der TuS Eving Lindenhorst eine heftige Heimpleite gegen den Abstiegskandidaten aus der Nachbarschaft. Erst in Halbzeit zwei war richtig Musik drin, Thorsten Nitsche (66., 70.) hatte für den "kleinen BVB" die Weichen auf Sieg gestellt. Ein Teil des Anhangs der Lüner geriet darüber so sehr aus dem Häuschen, dass eine Werbebande im Eckeystadion den Randalierern zum Opfer fiel. Die hinzugerufene Polizei erteilte den Rowdies einen Verweis, über den die sich jedoch hinwegsetzten und über den Zaun wieder ins Stadion kletterten. Am Ende blieb es dann aber doch weitestgehend friedlich. Das 3:0 fiel durch einen Foulelfmeter von Philipp Rosenkranz. Nach einer Notbremse von TuS-Keeper Christian Lichtner hatte Feldspieler Kerim Bouasker die Torwarthandschuhe anziehen müssen.

Hombrucher SV - SpVg. Olpe 1:3 (1:1)
Für den Hombrucher SV wird die Lage immer aussichtsloser. Im Heimspiel gegen Olpe konnte das Team von Samir Habibovic nur nach dem 1:1-Ausgleich von Paul Fudala (34.) mit drei Punkten rechnen. Doch Julian Scheppe (58.) und spätestens Steve Meißner (86.) begruben die Hoffnungen des HSV. Die Gästeführung hatte Mario Stenmans besorgt (18.). Damit rutschen die Dortmunder auf den letzten Tabellenplatz, das rettenden Ufer ist nun fünf Punkte entfernt.

SV Herbede - DSC Wanne-Eickel 2:0 (0:0)
Nach der 0:2 (0:0)-Niederlage bei Kellerkind Herbede beträgt der Rückstand des DSC Wanne-Eickel auf Spitzenreiter Erndtebrück nun neun Punkte. Zwei späte Tore von Osman Öztürk (81.) und Marvin Pänkert (84.) sorgten für die Entscheidung an der Kunstraße. Die Gastgeber aus Witten hingegen atmen durch. Nach fünf Spielen ohne Sieg beendete die Elf von Jörg Silberbach die Durststrecke und kann nun im Heimspiel gegen den kriselnden TuS Eving am Sonntag nachlegen.

TuS Ennepetal - TSG Sprockhövel 1:0 (0:0)
Der TuS Ennepetal ist nun der ärgste Verfolger von Erndtebrück! Im Kreisderby siegte die Elf von Helge Martin verdient mit 1:0 (0:0). Den Treffer des Tages markierte vor rund 500 Zuschauern Mustafa Mecal (70.), sein Schuss wurde allerdings noch abgefälscht. Dem TuS spielte die frühe Gelb-Rote Karte für Sprockhövels Ferhat Uelker nach nicht einmal 30 Minuten in die Karten. "Ob die jetzt berechtigt war oder nicht, will ich nicht beurteilen", gab sich Thomas Riedel, Sportlicher Leiter des TuS salomonisch. Der Offizielle attestierte dem Gegner zwar eine gute Leistung, fand den knappen Sieg aber nicht unverdient. "Im Vergleich zum Hinspiel haben wir dazu gelernt. Wir haben nicht den Fehler gemacht, ins offene Messer zu laufen." Und wie ordnet er das Ergebnis aus Herbede ein? "Ich glaube, dass Wanne-Eickel jetzt raus ist. Aus vier mach drei - und wir sind dabei!"

Zur Partie zwischen dem SC Hassel und Westfalia Wickede (0:0) finden sie auf www.reviersport.de einen ausführlichen Bericht.

Bereits am Mittwochabend stand das Derby zwischen Borussia Dröschede und den Sportfreunden Oestrich an. Dröschede siegte nach dem Treffer von Vincenzo Burgio (57.) mit 1:0.

Autor: Elmar Redeman

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