Die Zielgerade wird immer kürzer, die Nervenanspannung immer größer, Essen hat alle Trümpfe in der Hand. Grund genug, sich mit Erfolgstrainer Jürgen Gelsdorf zu unterhalten.

RWE: Interview mit Coach Jürgen Gelsdorf

og
23. April 2004, 09:15 Uhr

Die Zielgerade wird immer kürzer, die Nervenanspannung immer größer, Essen hat alle Trümpfe in der Hand. Grund genug, sich mit Erfolgstrainer Jürgen Gelsdorf zu unterhalten.

RWE-Jürgen Gelsdorf, die "Mannschaft hinter der Mannschaft" hat mit der Lizenzierung vorgelegt, muss Ihr Team jetzt "nur" noch nachlegen?
Es muss auf allen Ebenen stimmen, jetzt kommt der Rest vom Schützenfest.

Beginnend am 24.April, ab 14 Uhr gegen Kiel!
Wir müssen auf der Hut sein. Überall wird uns Sympathie entgegen gebracht, jeder sagt, wir müssen endlich aus dieser Klasse.

Stimmt ja auch!
Na klar, aber jeder erinnert sich auch an den FSV Mainz 05, der Club versucht in dieser Spielzeit zum dritten Mal hintereinander in die Bundesliga aufzusteigen...

...und wird wieder abnippeln...
...ganz Deutschland drückt die Daumen. Fest steht, wir haben noch harte Wochen vor uns, es wird immer enger. Die Entscheidungen über Auf- und Abstieg stehen bevor. Uns wird keiner etwas schenken, Kiel wird uns nicht die Daumen drücken.

In der letzten Woche vermeldeten Sie noch stolz, der Kader stünde nahezu komplett zur Verfügung. Das ist jetzt anders.
Dresden hat diese Situation toll weggesteckt, die Dynamo-Truppe ist zusammen gerückt. Mein Kader hat auch diese Charaktere.

Wie fangen Sie das auf?
Klar ist, wir gehen nicht mit mehreren Akteuren ins Match, die nicht fit sind. Dann hat man von außen keine Chance, mit Auswechselungen zu reagieren.

Ruckzuck stehen bisherige Bankkandidaten optional wieder in der ersten Reihe - korrekt?
Genau, jeder kann sicher sein, wir sind auch mit einem Torben Tutas, Sven Fischer und einem Heiko Bonan nicht chancenlos im Kiel-Match.

Welchen Eindruck haben Sie von den "Störchen"?
Ich habe die Truppe zweimal gesehen, der Club wird vor einer Saison immer wieder als eine Art Geheimfavorit genannt. Der Etat ist sicherlich nicht so weit von unserem entfernt. Kiel hat immer wieder gute, routinierte Leute zur Verfügung.

RWE ist Tabellenführer, benötigt keine Schützenhilfe mehr!
Wir müssen genau so weiter machen wie bisher, schnell wieder unser Spiel finden. Es ist im Team und im Umfeld genau die richtige Atmosphäre entstanden. Die Fans wollen die Zweite Liga unbedingt, wir müssen dementsprechend auftreten. Es zählt immer nur die nächste Begegnung.og

Autor: og

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