Offensichtlich hat Georg Kreß Ahnung vom Fußball. Der Wuppertaler Trainer legte sich vor dem Saisonstart fest, nannte Dynamo Dresden als einen seiner Aufstiegs-Favoriten.

WUPPERTALER SV - Aufstiegslotto mit Kreß

tt
19. März 2004, 14:56 Uhr

Offensichtlich hat Georg Kreß Ahnung vom Fußball. Der Wuppertaler Trainer legte sich vor dem Saisonstart fest, nannte Dynamo Dresden als einen seiner Aufstiegs-Favoriten.

Offensichtlich hat Georg Kreß Ahnung vom Fußball. Der Wuppertaler Trainer legte sich vor dem Saisonstart fest, nannte Dynamo Dresden als einen seiner Aufstiegs-Favoriten. "Damit", sagt der WSV-Coach jetzt, "lag ich nicht verkehrt. Dynamo hat eine ganz starke Mannschaft, spielt sehr aggressiv, befreit sich geschickt aus der eigenen Abwehr."

Obwohl der WSV mit Geschick und Kampfgeist zum 1:1-Ausgleich kam und Dresden damit auf Distanz hielt, zeigte sich der Trainer nicht gerade zufrieden. "Was ich von Jean-Louis Tavarez im ersten Durchgang gesehen habe, war mit Sicherheit zu wenig. Ich habe ihm zur Pause gesagt, dass er Eins-gegen-Eins-Situationen suchen und dazu Freistoß-Situationen herausholen soll. Als er das umgesetzt hat, wurde er für uns wieder richtig wertvoll."

Eine ähnliche Form-Kurve registrierte Kreß bei Ales Kohout. "Erst unterliefen ihm viele Stockfehler, danach wurde er stärker und hat das Ausgleichstor erzielt." Die heftig diskutierte Attacke an Dynamo Ziebig, der auf die Aschenbahn kullerte, wurde zwischen Kohout, Kreß und "Chef" Runge beim Tennis diskutiert. Der Trainer: "Ales hat mir klar gesagt, dass man sich als Stürmer auch Mal wehren muss. Ich kann das durchaus verstehen, wenn man vorher viel einstecken musste."

Neben den Dynamos zählt auch der WSV weiterhin zu den Teams, die Zweitliga-Ambitionen hegen. Die Bilanz nach der Winterpause: Vier Punkte. "Das ist absolut in Ordnung. Der Aufstieg wäre für uns wie ein Sechser im Lotto", erklärt Georg Kreß und schiebt die Hauptlast auf die Konkurrenz: "Wenn wir es nicht schaffen, wäre das kein Fiasko, niemand würde uns nach so einer Saison den Kopf abreißen. Paderborn und RW Essen haben doch einen viel größeren Druck, sie wollen und müssen unbedingt hoch."

Autor: tt

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