Preußen Münster musste die drei Punkte in Bochum-Wattenscheid teuer bezahlen. Julian Loose und Stefan Kühne mussten verletzungsbedingt ausgewechselt werden.

VfL II - Münster 1:2

Gleich drei schwere Verletzungen

Krystian Wozniak
03. April 2011, 10:27 Uhr

Preußen Münster musste die drei Punkte in Bochum-Wattenscheid teuer bezahlen. Julian Loose und Stefan Kühne mussten verletzungsbedingt ausgewechselt werden.

Coach Marc Fascher: „Das tut natürlich sehr weh. Bei Loose besteht Verdacht auf einen Außenbandriss im Knie. Bei Kühne ist wieder die alte Verletzung aufgetreten. Er hat Probleme mit dem Meniskus. Für uns ist das natürlich bitter. Uns bleibt nur die Hoffnung, dass bei den Untersuchungen am Montag doch nichts gravierendes festgestellt wird.“

Auch der VfL hatte in dem Match Verletzungspech. Christian Kalina musste nach 29 Spielminuten mit dem Krankenwagen abtransportiert werden. „Christian hat sich eine Gehirnerschütterung zugezogen. Er hat das Krankenhaus aber schon auf eigene Verantwortung am Abend verlassen“, gibt Nico Michaty Entwarnung.

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Beim 0:1 durch Patrick Kirsch sah VfL-II-Kapitän Oliver Zech alles andere als gut aus. „Das nehme ich auf meine Kappe. Ich habe Kirsch nicht gesehen. Doch das soll und darf keine Entschuldigung sein“, ärgerte sich der Bochumer Mannschaftsführer.

Justin Eilers, der sich unter der Woche im Profitraining einen Muskelfaserriss zuzog, war nicht zufrieden mit der Vorstellung seiner Kollegen. „Wir waren zu nervös und hatten zu viel Respekt. Aber gegen Münster kann man mal verlieren. Ich hoffe, dass ich am Freitag in Trier bereits mitwirken kann.“

Jonas Acquistapace gehört nach dem Kreuzbandriss von Patrick Fabian nun fest zum Zweitliga-Kader des VfL.

Mike Hibbeln, der nach seiner Einwechslung richtig Schwung in das Bochumer Spiel brachte, war enttäuscht. „Wenn wir so von Beginn an agieren, wie in den letzten 20 Minuten, dann gewinnen wir das Spiel. Wir müssen uns an die eigene Nase packen und dürfen uns nicht beschweren, dass Roman Prokophs Kopfball nur an den Pfosten geht. Wir haben viel zu lange zu wenig investiert, um belohnt zu werden.“

Ganz anders die Stimmung bei den Gästen. Massimo Ornatelli: „Ich bin stolz auf die Mannschaft. Wir haben nicht spielerisch, sondern kämpferisch überzeugt. Auch das zeichnet ein Spitzenteam aus.“ Zudem lobte der Deutsch-Italiener die Preußen-Fans. „Unsere Zuschauer sind einfach nur geil. Wieder haben uns 1500 Leute zum Auswärtsspiel begleitet, das ist in dieser Liga einmalig. Ich freue mich, dass ich für solch einen Klub wie Preußen Münster spielen darf.“

Babacar N‘Diaye zeigte sich nach dem Schlusspfiff euphorisch. „Ich habe in meiner Karriere schon einiges mitgemacht. Aber die Geschichte in Münster macht mir besonderen Spaß. Die Mannschaft und die Fans sind einzigartig. Wir wollen alle in die 3. Liga und wir sind auf einem sehr, sehr guten Weg dahin.“

Ähnlich sieht es Wojciech „Wojtek“ Pollok, der in der Schlussphase eingewechselt wurde. „Wenn wir so weiterspielen und den Kampf annehmen, dann werden wir das packen. Aber wir müssen wissen, dass wir noch nicht durch sind. Gegen uns sind alle heiß und geben über 100 Prozent.“

Autor: Krystian Wozniak

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