Zweiter Test, zweite Niederlage! So richtig läuft es noch nicht beim KFC Uerdingen. Zumindest, was die Ergebnisse anbelangen. KFC-Trainer

KFC UERDINGEN: "Kraftproblem geschickter lösen"

am
23. Januar 2004, 11:34 Uhr

Zweiter Test, zweite Niederlage! So richtig läuft es noch nicht beim KFC Uerdingen. Zumindest, was die Ergebnisse anbelangen. KFC-Trainer "Pele" Wollitz wollte das Kraftproblem als alleinige Entschuldigung nicht gelten lassen.

Zweiter Test, zweite Niederlage! So richtig läuft es noch nicht beim KFC Uerdingen. Zumindest, was die Ergebnisse anbelangen. Nach der 0:4-Niederlage vor einer Woche bei Zweitliga-Spitzenreiter RW Oberhausen unterlag die Mannschaft von Trainer Claus-Dieter "Pelé" Wollitz auch Mittwoch Mittag beim Oberligisten Bayer Leverkusen mit 1:2 (0:1). Den einzigen Treffer für die Krefelder erzielte Andreas Habl drei Zeigerumdrehungen vor dem Ende. Der in der Halbzeit eingewechselte Abwehr-Youngster reagierte nach einer Ecke am schnellsten und drückte die Kugel mit dem Fuß über die Linie. Für Bayer trafen Kenan Sahin (5.) und Timo Röttger (50.).
Durchwachsen fiel Wollitz' Anaylse aus: "Der Sieg für Leverkusen geht absolut in Ordnung. Lediglich zwischen der fünften und zwanzigsten Minute haben wir ganz ordentlich gespielt. Danach allerdings fehlte bei einigen die Kraft. Schließlich haben wir harte Trainingstage hinter uns und für Bayer beginnt am Wochenende die Saison. Sie sind zum jetzigen Zeitpunkt nun mal weiter." Dennoch wollte Wollitz das Kraftproblem nicht als alleinige Entschuldigung gelten lassen. Der KFC-Coach monierte deshalb auch: "Wenn die Power fehlt, dann muss man sich eben geschickter anstellen, besser stehen und einfachen Fußball spielen. Das habe ich vermisst." Lediglich Verteidiger Marc Spanier habe die Forderung des Trainers umgesetzt.
Stürmer Thomas Reichenberger sah es ähnlich: "Leverkusen hätte das Ding auch 4:1 gewinnen können. Auch, wenn bei uns viele Leute gefehlt haben. Sehr intelligent haben wir uns jedenfalls nicht angestellt."

Neben Keeper Sebastian Selke mussten die Uerdinger auf vier weitere Stammkräfte verzichten. Kapitän Markus Feldhoff (Oberschenkel-Verhärtung), Jörg Scherbe (Bluterguss), Erdal Eraslan sowie Brenny Evers (beide muskuläre Probleme) liefen im kleinen Haberland-Stadion neben der BayArena gar nicht erst auf. "Reine Vorsichtsmaßnahme", begründete Wollitz: "Besser, ich schone sie jetzt bei einem Test, als längerfristige Verletzungen zu riskieren. Beim heutigen Training werden sie wieder dabei sein."

Ebenfalls in Leverkusen nicht mit von der Partie war Jörg Sauerland. Der ehemalige Dortmunder absolvierte gestern einen Testkick für Kickers Emden (Oberliga Niedersachsen/Bremen). Es ist längst kein Geheimnis mehr, dass Wollitz nicht mehr mit dem 26-Jährigen plant und Sauerland daher ein neues Betätigungsfeld sucht. "Wir würden Jörg jedenfalls keine Steine in den Weg legen", betonte sein aktueller Coach.

Nur von kurzer Dauer war die Probezeit von Schlussmann Daniel Knappschinski. Der 21-Jährige, seit vergangenen Sonntag Gast bei den Krefeldern und auch gestern im Test dabei, wird nicht verpflichtet. Zwar habe er seine Sache ordentlich gemacht, wie Wollitz lobte, dennoch sei Knappschinski eher eine Investition für die Zukunft.
Derweil hat sich der Gesundheitszustand von Sebastian Selke gebessert. Der Keeper kann nach seinen Leisten-Operationen schon wieder ordentlich mit kurzen Tempoläufen oder Gewichten belasten. Der Grund für seine andauernden Schmerzen in der Bauchmuskelgegend wurden allerdings erst jüngst geklärt. "Ich hatte einen Faserriss, den ich mir wahrscheinlich noch kurz vor der Pause zugezogen habe. Mittlerweile ist aber alles in Ordnung. Ende des Monats stehe ich wieder voll im Training", hofft Selke.

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