An diesem Wochenende sorgten in erster Linie die Kellerkinder für Furore. Entweder gelangen Achtungserfolge oder die Lichter drohen allmählich auszugehen.

DO: Kreisliga kompakt

"Stimmung ist fast schon zu gut"

Christian Müller
28. März 2011, 15:46 Uhr

An diesem Wochenende sorgten in erster Linie die Kellerkinder für Furore. Entweder gelangen Achtungserfolge oder die Lichter drohen allmählich auszugehen.

Kreisliga A 1:

Kollektives Stolpern der Crème de la Crème. Die Einzigen, die da nicht mitmachten, waren die „Spielverderber“ vom Tabellenführer SG Lütgendortmund, der nämlich SuS Oespel Kley mit 6:1 erledigte. Diejenigen aber, die sich mit immer weniger Recht noch „Verfolger“ der Nilkowski-Truppe schimpfen dürfen, patzten allesamt. Germania Westerfilde ermöglichte dem bisherigen Schlusslicht SV Westrich seinen dritten Saisonsieg (2:1) und RW Bodelschwingh unterlag dem SC Dortmund mit 2:3. Gemessen an diesen beiden Überraschungen liest sich das 2:2 des Vierten BW Huckarde gegen Abstiegskandidat FC Hangeney fast schon wie ein Erfolg.

Die Gunst der Stunde nutzte die fünftplatzierte Reserve von Mengede 08/20 zu einem 4:3-Auswärtssieg beim SC Dorstfeld II. Zur Pause allerdings war am Sportplatz Bummelberg noch nicht viel passiert, denn sämtliche sieben Tore fielen erst im zweiten Durchgang. Mengedes Coach André Preiß ärgerte sich über den Rückstand nach dem Seitenwechsel: „Nach der Halbzeit haben wir etwas den Faden verloren und zu fahrlässig agiert. Über 90 Minuten war der Sieg aber verdient, denn wir hatten mehr Ballbesitz.“ Den späten Siegtreffer erzielte Daniel Oder, vorher hatten für die Gäste bereits Stefan Hübenthal, Marcus Pauli und Florian Schulz eingenetzt.

Trotz der Aussetzer der Konkurrenz schielt Preiß aber nicht vorrangig nach oben: „Für uns ist es wichtig, unter den ersten Fünf zu bleiben. Dafür war der Sieg in Dorstfeld hilfreich. Es ist schön, dass wir den Abstand nach oben verringern konnten, aber ob wir am Ende vielleicht noch Dritter oder Vierter werden, ist nicht ganz so wichtig.“

Kreisliga A 2:

Die ÖSG Viktoria Dortmund behauptete die Spitzenposition dank eines 3:1-Sieges über RW Barop. Die Zweitvertretung des ASC 09 bleibt jedoch in Schlagdistanz, denn fünf Zähler Rückstand bei einer absolvierten Partie weniger lassen alle Möglichkeiten offen. Mit dem 1:0 beim Tabellennachbarn TSC Eintracht baute das Team von Spielertrainer Boris Mihajlovic seine Serie aus und bleibt auch im 22. Spiel der Saison die einzige ungeschlagene Mannschaft der Liga.

Ungemütlicher geht es hingegen am anderen Ende des Klassements zu. Die Sportfreunde Söderholz (3:1 gegen die SpVg Berghofen) sind ebenso enteilt wie die U23 von Preußen Lünen. Die triumphierte nämlich mit 3:0 beim TuS Eichlinghofen II. TuS-Trainer Dennis Grunendahl hatte trotz der tabellarisch düsteren Ausgangslage keinen Grottenkick gesehen. „ Beide Mannschaften waren gut verstärkt durch die jeweilige Erste, dadurch ergab sich ein besseres Match, als es die beiden Tabellenplätze vermuten ließen.“ Die Klatsche fiel für seine Eichlinghofener ein bisschen zu üppig aus, denn: „Wir trafen zweimal den Pfosten, zudem gab es einige strittige Szenen. Unmittelbar vor dem 2:0 schossen wir ans Gebälk und mussten dann einen Platzverweis hinnehmen.“

Da der SV Körne sich zu einem 0:0 beim VfR Sölde mühte, ist die Eichlinghofener Reserve wegen der schlechteren Tordifferenz nun auf den letzten Rang abgerutscht. Beide Teams sind punktgleich und weisen inzwischen neun Zähler Abstand aufs rettende Ufer auf. „Was wäre ich für ein Trainer, wenn ich nicht mehr an den Klassenerhalt glauben würde? Aber klar, es wird von Woche zu Woche schwieriger. Trotzdem bin ich optimistisch, weil die Trainingsbeteiligung weiter hoch und die Stimmung gut ist. Manchmal fast ein bisschen zu gut“, murmelte Grunendahl kryptisch.

Kreisliga A 3:

Die nächste Episode des „Zwergenaufstandes“! Schlusslicht DJK TuS Körne II trotzte dem Tabellenzweiten TuS Eving Lindenhorst II ein 1:1 ab. Umso ärgerlicher für die Mannschaft von Christian Eckle, weil auch der derzeitige Inhaber der Pole Position, der in diesem Fall ausnahmsweise mal nicht Sebastian Vettel, sondern Westfalia Wickede II heißt, sich am Sonntag eine Auszeit nahm. Die Westfalia bekam nämlich bei TuRa Asseln – ebenfalls eine Truppe aus den unteren Rängen – 4:1 auf die Mütze. Dem allgemeinen Favoritenstolpern wollte auch Ay Yildiz Derne in Nichts nachstehen und ging daher beim VfB Lünen mit 1:5 baden. Einzig der VfL Kemminghausen geriet nicht aufs Glatteis, sondern löste seine Aufgabe gegen die SG Gahmen erfolgreich mit 3:0.

Der Wambeler SV büßte durch das Körner Remis einen Zähler auf das Tabellenende ein, weil die Auswärtsbegegnung beim TuS Neuasseln mit 0:2 verloren ging. Die Sportfreunde Hafenwiese auf der drittletzten Position schlugen daraus nur begrenzt Kapital und erreichten gegen den BV Brambauer-Lünen II ein 2:2.

[i]Lesen Sie auf Seite 2: Das Wochenende in den B-Kreisligen[/i]

Autor: Christian Müller

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