Als Mike Büskens abends ans Telefon ging, hörte er sich so an, als ob er gerade Urlaub auf einer Wellness-Farm verbringt. Tatsächlich aber war der 35-jährige Schalker nur zehn Stunden vorher am rechten Knie operiert worden.

SCHALKE U 23: Büskens an der Patellaehne operiert

hb
09. Dezember 2003, 10:29 Uhr

Als Mike Büskens abends ans Telefon ging, hörte er sich so an, als ob er gerade Urlaub auf einer Wellness-Farm verbringt. Tatsächlich aber war der 35-jährige Schalker nur zehn Stunden vorher am rechten Knie operiert worden.

Als Mike Büskens abends ans Telefon ging, hörte er sich so an, als ob er gerade Urlaub auf einer Wellness-Farm verbringt. Tatsächlich aber war der 35-jährige Schalker nur zehn Stunden vorher am rechten Knie operiert worden.

Büskens leidet an einer chronischen Entzündung der Patellasehne, eine Verletzung, wegen der zuletzt S04-Profi Gustavo Varela einen Monat lang pausieren musste. „Unser Vereinsarzt Thorsten Rarreck hat gesagt, dass meine Probleme deutlich schlimmer wären und ich viel länger hätte aussetzen müssen. Deshalb habe ich mich für die OP entschieden, weil der Zeitpunkt jetzt optimal ist“, nimmt Büskens in dem Falle die fast dreimonatige Auszeit in der Regionalliga gerne in Kauf.

„Alle bisherigen Behandlungen, zum Beispiel eine Stoßwellen-Therapie, für die ich im Juni extra meinen Urlaub auf Mallorca unterbrochen habe, nutzten nichts. Vor den Spielen musste ich immer Voltaren nehmen und beim Training konnte ich gewisse Übungen, zum Beispiel Sprünge, nie mitmachen“, erzählt der „Eurofighter“. Büskens grinsend: „Vor eineinhalb Jahren war ich schon mal hier im Krankenhaus, wurden Röntgenbilder von meinem Knie gemacht. Professor Walter hat mir damals gesagt, wir würden uns wieder sehen. Das habe ich ihm nicht geglaubt, aber er hat Recht behalten.“

Bei dem etwa halbstündigen Eingriff im evangelischen Krankenhaus Castrop-Rauxel bohrte der anerkannte Knie-Spezialist kleine Löcher in Büskens‘ Knochen, eine Methode, die der Kölner Mediziner Dr. Schäferhoff bereits häufig erfolgreich anwandte. Heute wird der Kult-Kicker das Hospital bereits wieder verlassen und in spätestens einer Woche mit Strampeln auf dem Ergometer wieder das operierte Bein belasten. „Meine Vision war es, noch in diesem Jahr wieder auflaufen zu können. Zwar ist immer noch nicht raus, ob wir vor Weihnachten noch einmal ran müssen, aber vielleicht haben die Terminplaner ja doch ein Einsehen“, hofft Büskens darauf, dass die abgesetzten Partien gegen Preußen Münster und bei Dortmunds Amateuren in den Februar 2004 verlegt werden.

Im neuen Jahr will „Buyo“ dann ganz normal mit der Mannschaft die Winter-Vorbereitung aufnehmen. „Der Arzt hat mir gesagt, dass ich eine viel versprechende Chance habe, wieder schmerzfrei Fußball spielen zu können“, weiß der kickende Co-Trainer der Schalker „U 23“. Denn „hätte das Karriere-Ende gedroht, hätte ich das nie gemacht und einfach weiter gespielt.“

Autor: hb

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