Enge Partien werden oft durch individuelle Qualität entschieden. Das wissen auch Wattenscheids André Pawlak und sein Trainerkollege Daniel Rios.

WL 2: SGW - Eving 1:1

Remis im Duell der Enttäuschten

Christian Pozo
27. März 2011, 20:07 Uhr

Enge Partien werden oft durch individuelle Qualität entschieden. Das wissen auch Wattenscheids André Pawlak und sein Trainerkollege Daniel Rios.

„Wir brauchen einfach jemanden, der aus zwei Chancen ein Tor macht“, zuckte Pawlak nach dem 1:1 gegen Eving-Lindenhorst mit den Schultern. Auch Rios wünschte sich, „dass man solche Spiele auch einfach mal für sich entscheidet.“
[infobox-right]SG Wattenscheid 09: Euler – Köksal, Keller, Melchner, Kemler – Rudnik (66. Ali Issa), Issa Issa – Davulcu, Sarisoy, Kljajic (72. Mouelle) – Erdmann (87. Gündogan).
TuS Eving Lindenhorst: Lichtner – Balihadzic, Kasperidus, Fernandes Gomes, Dretakis (63. Erzen) – Rammel, Bugri – Ekiz (57. Sahin), Kalpakidis, Erdur (79. Link) – Bouzerda.
Tore: 1:0 Issa Issa (15.), 1:1 Gomes (76.).
Schiedsrichter: Ramazan Sahin (Herdecke).
Zuschauer: 239.[/infobox]
Die Chancen waren da. Nach dem 1:0 durch 09-Kapitän Issa Issa (15.) verpasste Evings Abdelkarim Bouzerda den schnellen Ausgleich per Lupfer (22.) und aus der Distanz (27.). „Wir sind erst nach dem Rückstand aufgewacht. Nach dem Ausgleich waren wir sogar die bessere Mannschaft“, analysierte Rios die 90 Minuten in der Lohrheide. Der Ex-09er Sundi Gomes nutzte den Querschläger von Wattenscheids Christian Melchner (76.) und brach damit die Gegenwehr der Hausherren. „Wir lassen viele Chancen liegen, ein Fehler reicht dann meist schon zum Gegentor. Zu diesem Zeitpunkt hatte man nicht das Gefühl, dass wir hier in Schwierigkeiten geraten können. Ist doch klar, dass dann die Köpfe nach unten gehen“, ärgerte sich Pawlak. Und während Timo Erdmann, Samet Davulcu und Jascha Keller die Hochkaräter liegen ließen, musste 09-Keeper Jan Euler gegen Sascha Rammel in den Schlusssekunden Kopf und Kragen riskieren. Pawlak: „Da hätten wir das Dingen fast noch weggeschenkt.“

Vor allem der agile Bouzerda bereitete der Wattenscheider Hintermannschaft große Schwierigkeiten. „Er ist ein richtig guter Kicker. Und er hat schon oft bewiesen, dass er auch höher spielen kann“, lobte Rios seinen Schützling, stellte aber auch klar: „Wir rechnen jederzeit damit, dass er das eine oder andere Angebot bekommt. Da würden wir ihm keine Steine in den Weg legen. Nur zur direkten Konkurrenz in der Liga würden wir ihn nicht ziehen lassen.“

Auch Pawlak treibt die Personalplanungen für die kommende Saison voran. Zwei Zugänge für die Offensive stehen bereits fest, Namen sind dem 09-Coach jedoch nicht zu entlocken. „Darüber hinaus müssen wir jetzt schauen, wer hier seinen Vertrag verlängert. Interesse daran haben wohl alle“, verriet Pawlak. Er selbst steht ebenfalls kurz vor der Unterschrift für eine weitere Saison – noch im Laufe dieser Woche wird eine Entscheidung fallen.

Autor: Christian Pozo

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