Die Talfahrt Schalkes „U 23“ in der Regionalliga geht weiter.

SCHALKE: Zukunft der Amateur-Teams diskutiert

hb
14. November 2003, 09:40 Uhr

Die Talfahrt Schalkes „U 23“ in der Regionalliga geht weiter.

Die Talfahrt Schalkes „U 23“ in der Regionalliga geht weiter. Nach der Klatsche bei Rot-Weiss Essen, der fünften Niederlage in den letzten sechsten Partien beträgt der Vorsprung auf einen Abstiegsrang nur noch einen Punkt. „Nach einem 0:4 hat man als Trainer nicht viel zu sagen“, zeigte sich Gerd Kleppinger auch Tage nach dem Debakel an der Hafenstraße angesäuert.

Besonders unangenehm stieß dem S04-Trainer die Leistung von Gustavo Varela auf. Der „Uru“ zeigte nach seiner Degradierung zum Amateur-Team eine indiskutable Leistung. „Er hat sich bemüht, allerdings keine Akzente gesetzt“, meinte Kleppinger. „Das ist eine schwierige Kiste, als Nationalspieler in die Regionalliga herunter zu müssen, Vielleicht hat man dann die Überzeugung, das geht mit links“, grantelte der 45-Jährige. „Aber damit müssen wir leben. Es ist immer ein zweischneidiges Schwert, wenn Leute aus dem Profi-Kader bei uns auflaufen. Schließlich wollen wir auch Spieler für die Bundesliga ausbilden.“

Ob der sportliche Klassenerhalt für die „U 23“ noch relevant ist, entscheidet sich in den nächsten Tagen. Dann werden Schalkes Management und die Wattenscheider Führungsetage die Fusion zwischen den beiden Nachbar-Klubs verkünden. Über die Zukunft des Amateur-Fußballs, insbesondere die Problematik der Amateur-Teams der Profi-Vereine, diskutierte S04-Manager Rudi Assauer am Dienstag in der Arena mit seinen Kollegen Michael Zorc (BVB), Reiner Calmund (Bayer), Andreas Rettig (Köln) und Christian Hochstätter (MG). Zugegen waren auch Vertreter aus Münster, Paderborn und Düsseldorf. Nicht nur auf Schalke ist angedacht, die eigene „Reserve“ abzuschaffen und hoffnungsvolle Talente per Doppelspiel-Recht im eigenen Stall und bei einem Farm-Team wie der SG Wattenscheid laufen zu lassen.

Autor: hb

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