Bruno Hübner steht mächtig unter Strom. Nachdem der Aufstiegszug ohne die Zebras abgebraust ist, hat nun die stressigste Zeit für den Sportdirektor begonnen.

Klarheit bis Ende März

Zimmermann unter Beobachtung

25. März 2011, 10:37 Uhr

Bruno Hübner steht mächtig unter Strom. Nachdem der Aufstiegszug ohne die Zebras abgebraust ist, hat nun die stressigste Zeit für den Sportdirektor begonnen.

Vertragsgespräche mit dem aktuellen Kader, Verhandlungen mit Neuzugängen und die angestrebte Kooperation mit dem Premiere League-Klub lassen den 50-Jährigen nicht mehr zur Ruhe kommen.

Besonders die Kaderplanungen für die neue Saison bereiten Hübner schlaflose Nächte. In diesem Jahr steht zwar kein Komplettumbruch an, dafür muss die Mannschaft aber in der Breite deutlich besser aufgestellt werden. Besonders im Angriff fehlen zwei, drei Knipser.

Bevor sich der ehemalige Stürmer allerdings konkret mit externen Spielern unterhalten kann, müssen erst die internen Baustellen geschlossen werden. Mit Stefan Maierhofer, Ivica Banovic, Julian Koch und Filip Trojan sind gleich vier Leistungsträger nur bis zum Saisonende ausgeliehen.

Außerdem laufen die Kontrakte der Stammkräfte Olivier Veigneau, Olcay Sahan und Bruno Soares aus. Während einer Einigung mit dem Brasilianer Soares nichts im Weg steht, schätzt Hübner die Lage beim Franzosen und Deutsch-Türken skeptisch ein. Schließlich liegen Anfragen aus der ersten Liga vor. „Wir sind bei Olivier und Olcay bis an unsere Grenzen gegangen, doch es wird schwer, beide zu halten. Bis Ende März müssen sie sich aber entschieden haben.“

Bis dahin würde Hübner auch gerne Klarheit beim ausgeliehenen Quartett haben, doch das wird wohl kaum gelingen. Während ein Verbleib Maierhofers unrealistisch ist, könnte der Wechsel von Banovic allerdings klappen. Hübner hat bereits Kontakt zum SC Freiburg aufgenommen und erste „positive Signale“ erhalten.

Auch für Koch könnten die Zebras nach seinem erlittenen Kreuzbandriss im Derby in Oberhausen wieder interessant werden. Schließlich benötigt der Blondschopf erst einmal Spielpraxis, bevor er nach Dortmund zurückkehren kann. Ob Trojans Transfer aus Mainz derweil abgewickelt wird, ist aufgrund der Leistungsschwankungen des Regisseurs derzeit noch fraglich.

Dafür steht aber fest, dass Youngster Yannick Stark zurückgeholt wird. Der 20-jährige Mittelfeldspieler hat in der Regionalliga Süd für Darmstadt 98 22 Spiele (5 Tore, 1 Vorlage) absolviert und besitzt in Duisburg noch einen Vertrag bis zum 30. Juni 2012.

Den könnte bald auch Nico Zimmermann in der Tasche haben. Der 25-Jährige kickt beim 1. FC Saarbrücken in der dritten Liga (28 Spiele, 7 Tore, 9 Vorlagen), ist im linken Mittelfeld heimisch und wird vom MSV beobachtet. „Wir werden uns Nico noch ein paar Mal anschauen und dann eine Entscheidung treffen“, berichtet Hübner, der allerdings kein Interesse am kolportierten Toni Lindenhahn (Hallescher FC) zeigt.

Bis der Kader endgültig steht, wird Hübner noch einige Wochen unter Strom stehen.

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