Coach Jürgen Gelsdorf wartete auf Signale der medizinischen Abteilung.

ESSEN: Trainer "powert" Sven Lintjens - Aus für Wedau und Bonan

og
11. Oktober 2003, 10:00 Uhr

Coach Jürgen Gelsdorf wartete auf Signale der medizinischen Abteilung. "Ich musste abwarten, was Marcus Wedau macht", grübelt der Ex-Leverkusener über die Mittelfeldbelegschaft. Wedau sagte ab, schlägt sich weiter mit Achillessehnenproblemen herum.

Coach Jürgen Gelsdorf wartete auf Signale der medizinischen Abteilung. "Ich musste abwarten, was Marcus Wedau macht", grübelt der Ex-Leverkusener über die Mittelfeldbelegschaft. Wedau sagte ab, schlägt sich weiter mit Achillessehnenproblemen herum. Gelsdorf: "Ich hatt Hoffnung, dass er Samstag aufläuft. Die Pause unter der Woche macht ihm nichts aus, er ist topfit."
Wedau reckte den Daumen nach unten. Gelsdorf muss basteln und bedauert: "Er war für Kiel sicher ein heißer Kandidat, mit ihm war mehr Ordnung im Match." Bitter, auch Libero und Kapitän Heiko Bonan blieb zuhause - Rückenprobleme.
Auch Benny Weigelt meldete sich bei Sportphysiotherapeut Thomas Zetzmann. Gelsdorf: "Im Match war alles in Ordnung, die Probleme sind aber noch da." Der Defensivmann holte sich von Vereinsarzt Dr. Jan Becker eine Spritze gegen die Bauchmuskelschwierigkeiten ab. Bei Remco Heerkens waren es die Adduktoren, die sich bereits beim ARAG-Pokal-Match in Velbert meldeten. Torben Tutas absolviert nach seinem Innenbandriss im Knie schon wieder leichte Steigerungsläufe.
Wer letztendlich in die erste Elf für das sich wohl wieder im gewohnt schlechten Zustand präsentierende Grün des Holstein-Stadions (dort wühlt auch die Football-Truppe Kiel Baltics) rutscht, teilt Gelsdorf auf der finalen Team-Besprechung mit. Gelsdorf baut auf Erwin Koen: "Wenn Erwin das abruft, was er wirklich kann, müsste er immer gesetzt sein." Das gilt auch für einen Sven Lintjens, dessen momentanes "Durchhängen" auch Gelsdorf nicht abstreitet. Der Trainer: "Völlig normal, er hat vor seinem Wechsel zu RWE ein Jahr nicht gespielt, irgendwann werden die Beine schwer, Sven wird sich durchbeißen." Gelsdorf powert den torgefährlichen Mittelfeldspieler: "Signale von Resignation habe ich nicht gesehen, ganz im Gegenteil. Jeder muss sich immer wieder reinhängen, dann klappt das."
Das gilt für die gesamte Mannschaft - Gelsdorf: "Der Kampf muss da sein. So wie in Velbert, dort ist mein Team nach dem Rückstand sofort wieder gekommen. Wenn es nicht läuft, muss man sich einfach wehren. Das muss mir jeder Akteur zeigen, das wollen die Fans in Essen sehen."

Autor: og

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