Was haben Adler Frintrop und Jürgen Röber gemeinsam? Beide wollen Sascha Kirschstein. Die Nase vorn hat momentan Adler Frintrop, wo der Keeper demnächst eine Trainingseinheit mit einer Jugend-Elf absolvieren wird.

ESSEN: "Fach"-Mann Melka als Alternative - Röber sieht starken "Kirsche"

og
22. September 2003, 10:11 Uhr

Was haben Adler Frintrop und Jürgen Röber gemeinsam? Beide wollen Sascha Kirschstein. Die Nase vorn hat momentan Adler Frintrop, wo der Keeper demnächst eine Trainingseinheit mit einer Jugend-Elf absolvieren wird.

Was haben Adler Frintrop und Jürgen Röber gemeinsam? Beide wollen Sascha Kirschstein. Die Nase vorn hat momentan Adler Frintrop, wo der Keeper demnächst eine Trainingseinheit mit einer Jugend-Elf absolvieren wird. Ein Adler-Talent hatte dieses "Highlight" gewonnen und sich Kirschstein als Übungsleiter gewünscht. Der ehemalige Essener Coach Röber, zur Zeit Trainer des VfL Wolfsburg und am Samstag mit seiner Elf in Köln im Einsatz, wirft die Flinte aber nicht ins Korn. Beim RWE-Kick gegen Dynamo Dresden nahm er "Kirsche" unter die Lupe, auch wenn er seinen "informativen" Besuch mit vielen interessanten jungen Akteuren auf dem Feld begründen wollte. Doch einmal verriet er zuviel. "Wir wissen, dass Kirschstein ein sehr guter Torwart ist", sprach es und wechselte wieder zu allgemeinen Floskeln. Sein Interesse, das RS bereits einmal dokumentierte, dürfte sich nach seinem 75-minütigen Besuch zumindest nicht verringert haben, lieferte Kirschstein doch eine blitzsaubere Partie ab. Allein seine Teufels-Parade in der 59. Minute gegen einen 16-Meter-Hammer von Daniel Ziebig war das Eintrittsgeld wert. Auch bei etlichen Flanken strahlte der Schlussmann eine enorme Ruhe und Sicherheit aus. Nach dem Match bestätigte er das Wolfsburger Werben vor der Saison. "Der Co-Trainer Bernd Storck hat mich vor der Runde angerufen und mir von dem Interesse berichtet. Er beobachtete mich schon des öfteren. Zur Zeit schüttel ich das alles ab, weil ich mit Essen was erreichen will und in Wolfsburg wohl nicht sofort spielen könnte. Nach dieser Saison werden wir weiter sehen", berichtet der Blondschopf.
Keine Frage, Kirschstein peilt den Profibereich an. Zuweit hergeholt scheint die Theorie, ein Kirschstein könnte schon im Winter die Koffer packen, sollte sich das Interesse der Wolfsburger konkretisieren. Hintergrund: "Kirsche" ist bis zum 30. Juni 2004 an der Hafenstraße gebunden, könnte im nächsten Sommer ablösefrei wechseln. Ein Winter-Abgang könnte noch ein paar Euro in die Vereins-Kasse spülen. Aber wie gesagt, sehr theoretisch. Ersatz auf der Keeper-Position könnte aus Mönchengladbach kommen. Dort scheint die Zukunft von Vertrags-Amateur Michael Melka mehr als fraglich. Nach nur einem Profi-Match in dieser Saison - seinem insgesamt siebten - wurde der 25-Jährige beim Match in Hannover vom kürzlich verpflichteten Oldie Claus Reitmaier im Kasten abgelöst. Vermutung: Ein klarer Wink von Vertrauens-Lücke bei Borussen Cheftrainer Ewald Lienen. Die Verbindung zu Essens neuem Coach ist gegeben. Immerhin spielte Melka, ein 1.95-Meter-Riese, bei Gladbachs Amateuren unter Fach und wurde bei dessem Einstand gegen Wattenscheid zusammen mit Freundin an der Hafenstraße unter den Zuschauern gesichtet. Fach zu Melka. "Bei ihm muss jetzt was passieren", sieht er den ehemaligen Münsteraner in Gladbach am Scheidungs-Weg.

Autor: og

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