Gesunder Blutdruck! Den dürfte Holger Fach, neuer Coach bei RW Essen, als Athlet an sich haben. Auch die jüngste sportliche

RWE: Heißes Erfolgs-Eisen schmieden!

og
19. September 2003, 17:56 Uhr

Gesunder Blutdruck! Den dürfte Holger Fach, neuer Coach bei RW Essen, als Athlet an sich haben. Auch die jüngste sportliche "Gangart" beim Traditionsverein sollte den Ex-Gladbacher nicht in die Fänge der "Beta-Blocker" treiben.

Gesunder Blutdruck! Den dürfte Holger Fach, neuer Coach bei RW Essen, als Athlet an sich haben. Auch die jüngste sportliche "Gangart" beim Traditionsverein sollte den Ex-Gladbacher nicht in die Fänge der "Beta-Blocker" treiben. Zwei Einsätze hatte Fach mit seiner Truppe - Resultat: Zwei Siege, zuhause gegen Wattenscheid (4:2) und der Auswärts-Coup beim FC St.Pauli (2:1). Sechs dicke Punkte für die fetten Ambitionen der Hafenstraße. "Eine erfreuliche Entwicklung", konstatiert der Fußball-Lehrer, der aber sofort wieder auf die Bremse tritt: "Einen Grund zur Euphorie gibt es nicht."

Eher zur sachlichen Arbeit, schließlich ist bereits am Freitag schon wieder eine heikle Aufgabe zu lösen. Dynamo Dresden gastiert ab 19.30 Uhr an der Hafenstraße. Fach: "Sicher sind zwei Siege positiv, allerdings sind wir in der Tabelle noch nicht viel weiter, wir müssen immer noch aufholen." Und genau dieser Vorgang soll von den Semperoper-Städtern am Freitag nicht unterbrochen werden. Fach bemüht ein Bild: "Wir müssen das Eisen schmieden, so lange es noch heiß ist." Das heißt: "Mein Team wird alles versuchen, Dresden zu schlagen."

Und das soll vor einer prima Kulisse stattfinden. "Ich hoffe", reibt sich Fach die Hände, "das die Kulisse die letzten Leistungen honoriert." Und wenn die Fans strömen, sollen sie eines nicht sehen - Fach: "Wir müssen aufpassen, nicht ins offene Messer zu laufen." Das nächste Bild! Auch hier bleibt Fach das "Erklärungs-Fleisch" nicht schuldig. "Dresden ist die Partie, die von meinen ersten drei Matches sicherlich am schwersten ist, die Truppe hat gute Konterqualitäten."

Ob Fach in den 90 Minuten auf das Mitwirken von Ronny Ernst bauen kann, wird abzuwarten sein. "Ich hoffe, Ronny steht zur Verfügung. Wenn ja, überlegen wir, ob auch ein Auflaufen von Anfang an sinnvoll ist." Ernst kurierte seine Oberschenkel-Zerrung so weit aus, ganz im Gegensatz zu Marco Kück, der sich zu seiner Wadenverletzung noch eine Mandelentzündung abholte und Antibiotika schluckte. "In den nächsten acht Tagen wird er nichts machen können", legt sich Fach fest, "danach braucht er auch wieder längere Zeit, um überhaupt wieder fit zu werden." Fach betont: "Ich rede über Fitness, nicht darüber, dass er wieder gesund ist."

Fach schaute sich bekanntlich den Dresdner Heimsieg (3:0) gegen den Aufsteiger Wuppertaler SV höchstpersönlich im Rudolf Harbig-Stadion an. Dabei sah er auch einen gewissen Thomas Neubert, der Torjäger - vom Typ ein "Kleiderschrank" - steht dick unterstrichen bereits auf dem Einkaufszettel des Hamburger SV. "Als Gegenspieler fungiert bestimmt nicht Benny Weigelt", macht Fach deutlich, dass von seinen Defensiv-Strategen Carsten Baumann den Marschbefehl gegen den bislang fünffachen Saisontorschützen erhält. Fach: "Das passt auch körperlich ungefähr, auch wenn noch ein paar Zentimeter fehlen."

Autor: og

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