Die Chance für Holger Fach! Keine Frage, krass formuliert könnte man sagen: Friss oder stirb! Der fünffache Nationalspieler findet den Weg aus der

RWE: Fach: "Glaube nicht, dass ich aufsteigen muss!"

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01. September 2003, 17:08 Uhr

Die Chance für Holger Fach! Keine Frage, krass formuliert könnte man sagen: Friss oder stirb! Der fünffache Nationalspieler findet den Weg aus der "Amateur-Wiege" von Borussia Mönchengladbach zur aktuellen lodernd brennenden Hafenstraße.

Die Chance für Holger Fach! Keine Frage, krass formuliert könnte man sagen: Friss oder stirb! Der fünffache Nationalspieler findet den Weg aus der "Amateur-Wiege" von Borussia Mönchengladbach zur aktuellen lodernd brennenden Hafenstraße. Der Aufstiegs-Favorit RW Essen taumelt kräftig vor sich hin, zwei Niederlagen in Folge, der Traditionsclub tanzt kräftig der Musik hinterher. Fach soll es richten.

Holger Fach, lange mussten Sie wohl nicht überlegen - korrekt?
Ich freue mich über diese Chance. Essen ist einer der Clubs, den man ohne wenn und aber nehmen sollte. Für mich ist das natürlich auch der nächste Karriere-Schritt, mein Ziel war es immer, als verantwortlicher erster Trainer in einem Verein zu arbeiten.

Seit dem Frühjahr 2000 bis heute, Sonntag, etwa 16.47 Uhr werden Sie Amateurcoach bei Borussia Mönchengladbach sein. Davor sammelten Sie Erfahrungen beim Landesligisten Bayer Wuppertal.
Ich hatte vorher schon Anfragen, hatte aber immer abgelehnt....

Von Münster weiß man, auch in Verl wurde der Name kürzlich noch genannt...
Es muss doch Perspektive da sein. Ich habe bei meinen Stationen bislang sehr erfolgreich gearbeitet, ich weiß, dass die Erwartungshaltung in Essen groß ist. Es wird sich zeigen, ob ich alles richtig gemacht habe. Allerdings bringt RWE doch alles ein: Tradition, super Fans, eine große Stadt. Dazu kommt, ich brauche mein privates Umfeld nicht zu ändern.

Essen ist zur Zeit ein brodelnder Vulkan, der Zustand der Mannschaft ist dementsprechend.
Um das Ziel zu verwirklichen, brauche ich das Mitziehen des Teams, das Verhältnis wird gut sein, da wird es keine Probleme geben. In dieser Saison habe ich RWE noch nicht gesehen, allerdings in der letzten Spielzeit sehr oft. In Braunschweig war ich unter der Woche auch nicht, es war nicht klar, dass ich das Amt übernehmen würde, also wollte ich nicht den dritten vor dem ersten Schritt tun. Ich muss mich bei solchen Gelegenheiten nicht in die Kameras stellen, das habe ich nicht nötig.

Wie lautet Ihr Konzept?
Ich bin keiner, der nach Schema "F" vorgeht. Ich werde mir das alles genau anschauen und dann mit den Akteuren sprechen, allerdings auch nicht mehr als ich das auch sonst tun würde. Das Team hat die Pflicht, mir zu zeigen, was los ist. Die Chance ist da, weiter zu machen.

Die ruhige Amateurarbeit liegt hinter Ihnen, jetzt sind Sie als Feuerwehrmann gefragt, als Krisenmanager.
Natürlich gibt es neben den positiven Anreizen auch die Risiken, allerdings wird auch bei den Amteurteams auf die Ergebnisse geschaut.

In Essen heißt das Ziel Aufstieg, nichts anderes wird akzeptiert.
Wir haben über Ziele noch nicht gesprochen. Ich glaube nicht, dass ich aufsteigen muss, das wurde in den letzten beiden Jahren auch nicht geschafft. Wir müssen den aktuellen Tatsachen ins Auge blicken, allerdings nicht ständig starr auf die Tabelle schauen. Klar ist, man liegt einige Punkte zurück.

Ihnen wird von den Verantwortlichen das positive Attribut Disziplin verpasst.
Ordnung und Disziplin sind normal im Leben, das gehört dazu. Ich habe ein großes Problem damit, Disziplin mit Gehorsam zu vergleichen, das verfechte ich nicht.
Welche Spielformen lassen Sie sich "anhängen." Ein beliebter Vorschlag: Viererkette!
Ich hasse Systemdiskussionen. Das ist doch alles vollkommener Schwachsinn. Wenn man Zweikämpfe gewinnt, siegt man auch im Spiel.

Autor: og

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