Lange hat man nichts mehr von ihm gehört. Jetzt ist er zurück. Neun lange Monate hat er sich in der Reha gequält um wieder den Anschluss zu schaffen. Die Rede ist von Schalkes Christian Pander.

SCHALKE „U23“ - Panders Comeback nach neun Monaten

dp
29. August 2003, 12:39 Uhr

Lange hat man nichts mehr von ihm gehört. Jetzt ist er zurück. Neun lange Monate hat er sich in der Reha gequält um wieder den Anschluss zu schaffen. Die Rede ist von Schalkes Christian Pander.

Lange hat man nichts mehr von ihm gehört. Jetzt ist er zurück. Neun lange Monate hat er sich in der Reha gequält um wieder den Anschluss zu schaffen. Die Rede ist von Schalkes Christian Pander.

Es ging rasend schnell in seiner Karriere. In seinem ersten Jahr bei den Senioren, beorderte der damalige Schalke-Trainer Frank Neubarth den Linksfuß sofort in das Profiteam. Und der 20-Jährige machte schnell von sich hören.

Rückblick: Am 28. Juli 2002 horchten die blau-weißen Fans zum ersten Mal auf. Im Abschiedsspiel von Ingo Anderbrügge schnappte sich der junge Mann den Ball und schlenzte die Kugel aus 20 Metern ins Tor-Eck. 56.623 Zuschauer waren begeistert und feierten Christan Pander. Alle, die das Spiel sahen, waren sich einig, dass der mit der linken Klebe einer wird.

Doch schnell holte ihn die Realität ein. Eine hartnäckige Adduktoren-Verletztung machte Pander lange zu schaffen. Neun Monate absolvierte er eine spezielle Therapie, um wieder auf die Beine zu kommen. „Ich habe Übungen für mein Becken gemacht, damit sich die Belastung verteilt und so die Adduktoren entlastet werden,“ beschreibt Pander, wie er die Probleme in den Griff bekam. Und siehe da, die Schinderei hat sich bezahlt gemacht. „Nun bin ich wieder zu 100 Prozent fit!“, strahlt der junge Mann.

Mit Beginn der Vorbereitung fand man den Linksfuß wieder im Kader von „U23“ Trainer Gerd Kleppinger. „Christian hat großes Potenzial“, lobt ihn sein Coach. Jedoch schränkt der Ex-Profi ein: „Er muss verletzungsfrei bleiben und über einen längeren Zeitraum durchspielen.“ Die ersten Schritte sind getan. Nachdem die Nummer 14 der „kleinen Knappen“ in Münster und gegen Dortmund eingewechselt wurde, spielte der 20-Jährige in Leipzig und gegen Köln von Beginn an und erfüllte seine Aufgabe zufriedenstellend. „Ich freue mich, zurück zu sein, aber es braucht noch Zeit. Ich bin jetzt bei 70 bis 75 Prozent meines Leistungsvermögens“, stuft Pander seine derzeitige Form ein. „Mir fehlt noch die Spielpraxis und die Kondition. Aber es wird immer besser“, analysiert der Ex-Münsteraner sein Spiel.

„In der Vorbereitung 2002 war Christian schon nah dran am Profiteam, bis ihn die Verletzung so lange außer Gefecht setzte. Das war ein tragischer Fall. Unser Ziel ist jetzt, den Jungen wieder an sein hohes Niveau zu führen. Wenn er das schafft, bin ich guter Dinge, dass er ein Kandidat für die Bundesliga-Mannschaft ist“, schaut Kleppinger in die Zukunft. Genauso wie sein Coach sieht es Pander: „Ich will mich bei den Amateuren beweisen, um irgendwann wieder bei den Profis ran zu kommen. Die Türen nach oben stehen offen, wie mir der Verein signalisiert hat.“ Einmal ist dem Linksfuß der Sprung ins Profiteam gelungen, warum nicht auch ein zweites Mal? Die Zukunft wird es zeigen. Am morgigen Freitag bei Bremens Amateuren wird Pander auf jeden Fall wieder dabei sein.

Autor: dp

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