SCHALKE U23: Caspers-Entscheidung vertagt

hb
22. Juli 2003, 17:36 Uhr

Schalkes "U23" ist weiter auf der Suche nach einem Mann für die linke Seite. Die angedachte Verpflichtung des Aacheners Dirk Caspers (RS berichtete) hat sich erst einmal verzögert. "Vor morgen wird keine Entscheidung fallen", muss Nachwuchs-Manager Bodo Menze auf das okay "von oben" warten.

Schalkes "U23" ist weiter auf der Suche nach einem Mann für die linke Seite. Die angedachte Verpflichtung des Aacheners Dirk Caspers (RS berichtete) hat sich erst einmal verzögert. "Vor morgen wird keine Entscheidung fallen", muss Nachwuchs-Manager Bodo Menze auf das okay "von oben" warten.

Lieber heute als morgen würde dagegen Trainer Gerd Kleppinger Verstärkung für seinen Kader sehen. "Auf der Position haben wir absoluten Bedarf. In der letzten Saison hat Till Beckmann dort in der Abwehr-Viererkette gespielt, aber der ist Rechtsfuß. Das war nur eine Notlösung", wünscht sich der Ex-Profi einen gestandenen Mann für hinten links, zumal Beckmann aus Verletzungs-Gründen momentan nicht zur Verfügung steht.

Weil der eher offensiv ausgerichtete Christian Pander wegen muskulärer Probleme noch etwa zwei Wochen ausfällt und Kleppinger Routinier Mike Büskens nicht aus dem Mittelfeld zurück auf die Seite ziehen will, drängt die Zeit. "Mike ist mir in der Zentrale zu wichtig, er ist ruhig am Ball und kann aus der Mitte besser das Spiel eröffnen", weiß "Kleppo", was er an dem Schalker "Eurofighter" hat.

Caspers könnte die Lücke sofort füllen, "aber nicht für jeden Preis", wie Bodo Menze energisch klar macht. Ergo: Caspers muss von seinen Gehalts-Forderungen runter, sonst platzt der Deal.

Verzichten muss Kleppinger definitiv auf Tamas Hajnal. Der Ungar zog sich am vergangenen Mittwoch beim Testspiel in Hassel eine Verletzung des Syndesmose-Bands zu und ist für den Saisonstart bei Preußen Münster fraglich. "Jetzt wird es schon eng mit dem Kader, zumal ich nicht mit Verstärkung von den Profis planen kann", bemerkt Kleppinger, wie sich die Schalker Verletzungs-Misere von der Bundesliga bis zu den Amateuren ausbreitet.

S04-Neuzugang Alexander Schiller, wie haben Ihnen die ersten Wochen auf Schalke geschmeckt?
Wir haben natürlich sehr viel gearbeitet, aber das hat auch Spaß gemacht. Schalke, das ist schon ein anderes Kaliber als Gütersloh. Hier trainiert man Seite an Seite mit den Profis, am vergangenen Dienstag gehörte ich ja sogar zum Kader der Bundesliga-Mannschaft beim Spiel in Wuppertal. Das sind schon schöne Erfahrungen.
Werden da bei Ihnen Profi-Träume wach?
Nein, so weit will ich nicht gehen. Für mich ist es erst einmal wichtig, den Sprung von der Ober- in die Regionalliga zu schaffen. Wenn ich bei der U23 regelmäßig spiele, dann habe ich das erreicht, was ich mir vor meinem Wechsel von Gütersloh nach Schalke vorgenommen habe.

Autor: hb

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