Die Ruhe, die René Renno in den letzten Wochen an den Tag legte, nachdem er kein neues Wattenscheider Angebot bekommen hatte, scheint sich jetzt auszuzahlen.

SG 09: KSC und RWE: Renno hat zwei Eisen im Feuer

og
27. Juni 2003, 15:22 Uhr

Die Ruhe, die René Renno in den letzten Wochen an den Tag legte, nachdem er kein neues Wattenscheider Angebot bekommen hatte, scheint sich jetzt auszuzahlen.

Die Ruhe, die René Renno in den letzten Wochen an den Tag legte, nachdem er kein neues Wattenscheider Angebot bekommen hatte, scheint sich jetzt auszuzahlen. Der 24-jährige Torwart erhielt eine Einladung zum Probetraining beim Karlsruher SC.
Am heutigen Donnerstag soll sich der einstige Berliner im Wildpark-Stadion vorstellen, danach will der KSC über eine Verpflichtung entscheiden. "Ein Zweitliga-Verein ist natürlich immer interessant, aber ich will nicht groß pokern, sondern möchte schnell Klarheit haben. Wo es zuerst klappt, da gehe ich hin", sagt René Renno.
Einen Vorsprung hat offenbar Wattenscheids Liga-Rivale Rot-Weiss Essen (vgl. Seite 19). "RWE-Trainer Harry Pleß hat mich angerufen und gefragt, was ich früher gemacht habe und wie mein Familienstand ist", verrät Renno, der in der letzten Saison beim 2:1-Hinrunden-Sieg der SG über RWE im Kasten stand.
Renno: "Herr Pleß kennt mich aus einigen Regionalliga-Spielen, außerdem weiß Essens neuer Sportlicher Leiter Frank Kontny, der zuvor in Wattenscheid tätig war, ebenfalls, was ich kann."
Obwohl mit den Rot-Weissen bis zum Redaktionsschluss dieser Seite noch nicht über Details wie Vertrags-Laufzeit und Verdienst-Möglichkeiten gesprochen wurde, steht der Keeper einem eventuellen Wechsel positiv gegenüber.
"Die Kulisse an der Hafenstraße ist richtig geil. Da vor 10.000 Fans aufzulaufen, das gibt es noch nicht Mal in der Zweiten Liga. So ein Publikum kann Dir zehn, zwölf Punkte pro Saison retten. RWE ist auf jeden Fall ein Verein mit Zukunft und will zurück in den Profi-Bereich, wobei das Vorhaben schwieriger wird als zuletzt." René Renno lässt den Blick auf die Konkurrenz schweifen: "St. Pauli und Braunschweig werden wahrscheinlich gute Rollen spielen, dazu kommt sicherlich die eine oder andere Überraschung. Man muss schon einiges tun, um hochzukommen."
Sollte Rennos Wechsel zur Hafenstraße klappen, müsste der Familienvater nicht die Umzugskartons aus dem Keller kramen. "Von Wattenscheid ist es ein Katzensprung nach Essen. Das ist natürlich ein zusätzlicher Punkt, der für einen Wechsel zu RWE spricht." Ganz fremd würde sich der frühere TeBe-Torhüter auch nicht fühlen. Mit Neuzugang Benny Köhler, Martin Hauswald und dem gerade frisch verpflichteten Sven Lintjens hat Renno bereits zusammen gespielt.

Autor: og

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