Es hatte fast den Anschein, dass die Essenerinnen den Spielerinnen von Turbine Potsdam bei ihrem finalen Spiel um die Meisterschaft Spalier stehen wollten.

Potsdam - SGS 3:0

Essenerinnen halten Potsdam nicht auf

Desirée Kraczyk
13. März 2011, 21:22 Uhr

Es hatte fast den Anschein, dass die Essenerinnen den Spielerinnen von Turbine Potsdam bei ihrem finalen Spiel um die Meisterschaft Spalier stehen wollten.

Gerade einmal fünf Minuten waren im Karl-Liebknecht-Stadion gespielt und das Team von Trainer Bernd Schröder führte vor 7.000 sich in Feierstimmung befindenden Zuschauer – gleichzeitig ein Saison-Liga-Rekord – bereits mit 2:0. Viola Odebrecht und Anja Mittag machten mit ihren Treffern vor den Augen des Bundespräsidenten Christian Wulff, der später die Meisterschale überreichte, deutlich, dass sie am letzten Spieltag in keinem Fall noch was anbrennen lassen wollten.

„Danach haben wir uns aber gut aus der Affäre gezogen“, betonte SGS-Coach Markus Högner nach Abpfiff. Denn der nächste – und letzte – Treffer wollte tatsächlich erst in der 57. Minute fallen. [infobox-right]Turbine Potsdam: Sarholz - Wesely (82. Löwenberg), Peter, Henning - Schmidt, Odebrecht, Zietz, Kemme (82. Schröder) - Nagasato (73. I. Kerschowski), Bajramaj, Mittag.
SG Schönebeck: Löhr - Mester, Tarr, Dörpinghaus, Pedersen - Martini - Bade (46. Freutel), M. Hoffmann, Weissenhofer - Hamann (74. Özer), Malinowski (64. Goddard).
SR: Kunick (Lissa).
Tore: 1:0 Odebrecht (3.), 2:0 Mittag (5.), 3:0 Peter (57.).
Bes. Vorkommnisse: Zietz scheitert mit Foulelfmeter an Löhr (55.).
Zuschauer: 7000
[/infobox]Die Essenerinnen hatten gar die ein oder andere Möglichkeit zum Anschluss, zum Beispiel in der 20. Minute. Nach einem von Melanie Hoffmann ausgeführten Freistoß war zunächst Vanessa Martini mit dem Kopf dran, der Nachschuss von Michele Weissenhofer ging schließlich knapp über die Latte – ebenso wie der Schuss von Sabrina Dörpinghaus kurz darauf. In der 55. Minute wurde den Potsdamerinnen ein Elfmeter zugesprochen, den Fatmire Bajramaj im Duell mit Katarina Tarr geschickt rausgeholt hatte. Stefanie Löhr konnte sich allerdings mit einer tollen Parade beweisen.

Nach einem Freistoß von Mittag war kurz darauf aber Babett Peter per Kopf zum 3:0 erfolgreich. In der 64. Minute dann der Schockmoment für die Essenerinnen. Kyra Malinowski verletzte sich in einem Zweikampf und musste mit einer Knieverletzung ins Krankenhaus gebracht werden. Nicht beenden konnte auch Jessica Bade die Partie. Die 17-Jährige prellte sich bereits in der ersten Hälfte das Sprunggelenk und musste in der Kabine bleiben.

Die dritte Potsdamer Meisterschaft in Folge konnten die Schönebeckerinnen auch anschließend nicht mehr verhindern. „Das war ein würdiger Rahmen und so eine Siegerehrung mit dem Bundespräsidenten erleben die Mädels ja auch nicht alle Tage“, betonte Högner. Seine Mannschaft feierte zunächst mit den Potsdamerinnen und am Abend ließ die SGS die Saison mit dem geschafften Klassenerhalt schließlich noch in der Hauptstadt ausklingen.

In dieser Woche wird nun noch ein Krafttest durchgeführt, anschließend dürfen sich die Spielerinnen eine Woche lang ausruhen, bevor dann der individuelle Kraftaufbau beginnt.

Autor: Desirée Kraczyk

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