Was für ein Nachmittag. Erst streikte die Technik, dann wurde der Platz in seine Einzelteile zerlegt und am Ende jubelte auch noch die falsche Mannschaft.

DSC Wanne - Hassel 1:0

Gäste kassieren vierte Pleite in Folge

13. März 2011, 20:18 Uhr

Was für ein Nachmittag. Erst streikte die Technik, dann wurde der Platz in seine Einzelteile zerlegt und am Ende jubelte auch noch die falsche Mannschaft.

Beim 1:0-Sieg des DSC Wanne-Eickel über den SC Hassel erlebten 123 zahlende Zuschauer in der Mondpalast-Arena „Fußball verkehrt“. Mit 25 Minuten Verspätung konnte die Partie erst angepfiffen werden, weil in Wanne-Eickel die DSL-Leitung zur Übermittlung des elektronischen Spielberichts nicht funktionierte. Schiedsrichter-Beobachter Reiner Werthmann empfahl, zu „Zettel und Stift“ zu greifen und den Aufstellungsbogen wie in alten Zeiten anzufertigen, die Daten könne schließlich ein Vereinsvertreter immer noch versenden.
[infobox-right]Wanne-Eickel: Johns - Gökcek, Strohmann, Behrendt (75. Colak), Gidaszewski - Sazoglu, Alali (46. Bermborn), Güney - Petzke (64. Dzinic), Reis, Dosedal.
SC Hassel: Stauder - Kaul (87. Voßschmidt), Urbainski, Heitbreder, Talarek - Cavaleri (83. Bayar), van den Boom - Liedtke (65. Yakhem), Köse, Ali Khan - Bendig.
Schiedsrichter: Jörn Schäfer.
Tor: 1:0 Dosedal (35.).
Zuschauer: 123.[/infobox]
Die Gäste kamen mit der Verzögerung besser zurecht und hatten durch den Ex-Wanner Pierre Bendig (8., 34.), Serkan Köse (14.), Hilal Ali Khan (18.) und Simon Talarek (28.) Möglichkeiten im Fünf-Minuten-Takt, doch das Tor fiel auf der anderen Seite. Der frühere Hasseler Tim Dosedal lochte aus halbrechter Position zum 1:0 ein. „Das Tor hat den Spielverlauf völlig auf den Kopf gestellt“, fand nicht nur Hassels Trainer Christoph Schlebach. „Wichtig war für mich zu sehen, dass die Mannschaft eine Reaktion auf die schwache Vorstellung gegen Olpe gezeigt hat. Daher bin ich mit dem Ergebnis nicht zufrieden, mit der Leistung aber schon.“

In der zweiten Halbzeit verwalteten die Hausherren den knappen Vorsprung und hatten durch die „linke Klebe“ Dennis Gidaszewski mit einem Gewaltfreistoß sogar die Gelegenheit auf einen weiteren Treffer. „Ich weiß nicht, warum wir gewonnen haben, Hassel war besser“, gab DSC-Coach Klaus Berge gerne in Richtung der nun viermal in Folge ohne Punkt dastehenden Gelsenkirchener zu.

Allerdings war auf dem Acker in Wanne-Süd kein ordentliches Spiel möglich. „Wir müssen bekloppt sein, dass wir hier auf Naturrasen antreten, während wir drüben an der Reichsstraße einen Kunstrasen haben“, meinte der Ex-Profi, der Hassan El-Hamad wegen schlechter Trainingsleistungen aus dem Kader für die Partie gestrichen hatte.

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