Die Sportfreunde Lotte haben sich mit einem Paukenschlag im Aufstiegskampf zurück gemeldet. Die Walpurgis-Elf besiegte Spitzenreiter Preußen Münster mit 1:0.

Münster: 0:1 in Lotte

Sportfreunde schlagen desolate Preußen

12. März 2011, 16:55 Uhr

Die Sportfreunde Lotte haben sich mit einem Paukenschlag im Aufstiegskampf zurück gemeldet. Die Walpurgis-Elf besiegte Spitzenreiter Preußen Münster mit 1:0.

Durch den hochverdienten Erfolg gegen streckenweise desolate Münsteraner haben die Sportfreunde den Rückstand auf den Spitzenplatz auf zwei Punkte (bei einem Spiel mehr) verkürzt.

Die besten Chancen des ersten Durchgangs ließen gerade einmal sieben Minuten auf sich warten. Nach einem Ballverlust der Münsteraner im Mittelfeld wurde Fabian Liesenfeld auf die Reise geschickt. Doch anstatt auf den einschussbereiten Sebastian Stachnik quer zu legen, versuchte er es allein und verfehlte das Tor. Fast im Gegenzug vergaben die Gäste dann leichtfertig ihre Führungsmöglichkeit. Mehmet Kara passte zu ungenau auf den mitgelaufenen Sercan Güvenisik, der zudem auch noch im Abseits stand.
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Lotte: Görrissen –Kunert, Czyszczon, Wiwerink, Willers – Gataric (72. Schnier), Gorschlüter, Wingerter Schlösser (89. Oscislawski) – Liesenfeld, Sachnik (79. Erwig).
Münster: Buchholz, Duah, Ndjeng, Kirsch, Huckle (66. Chitsulo) – Bourgault (57. N’Diaye), Dogan – Loose (43. Lorenz), Ornatelli, Kara – Güvenisik.
Schiedsrichter: Christan Bandurski (Oberhausen).
Tor: 1:0 Willers (49.)
Zuschauer: 5.304.
Gelbe Karten: Willers, Schnier – Duah, Dogan.
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Kleine Fouls und zahlreiche Diskussionen störten den Spielfluss immer wieder. Wenn es gefährlich wurde, dann waren es aber die Sportfreunde, die zielstrebiger agierten und die besseren Ideen hatten. Allen voran Fabian Liesenfeld bereitete der SCP-Abwehr immer wieder Sorgen. Einen Kopfball konnte David Buchholz mit den Fingerspitzen über die Latte lenken (12.) und bei einem Lupfer hatte er Glück, dass sich der Ball zu spät senkte (31.). „Wir waren von Anfang an klar besser“, fand Lotte-Schlussmann Bastian Görissen, der einen ruhigen Nachmittag erlebte. „Bei uns war einfach der absolute Wille da.“

Dem Tabellenführer ging dagegen jegliche Ruhe im Spielaufbau ab. Lange Bälle, ungenaue Pässe und verunglückte Ballannahmen prägten das Bild. Noch vor der Pause reagierte Marc Fascher auf die Probleme und nahm Julian Loose, der irgendwo zwischen unglücklich und überfordert spielte, vom Feld. „Er war in dem Moment das Opfer, aber ich kann ja nicht alle auswechseln“, erklärte Fascher. Zu seiner Ehrenrettung sei zudem erwähnt, dass er mit einem Schuss aus über 30 Metern für die zweite und letzte gute Preußen-Chance der ersten Halbzeit verantwortlich war (19.). „Zur Zeit fehlt uns einfach die Leichtigkeit“, musste Münsters Patrick Huckle eingestehen.

Unmittelbar nach dem Seitenwechsel spiegelte sich die Überlegenheit der Blauen dann auch im Ergebnis wieder. Nach einem Eckball konnte SFL-Kapitän David Czyszczon am langen Pfosten ungehindert den Ball zum kurzen Pfosten zurück köpfen, wo Tobias Willers keine Mühe hatte, das Leder über die Linie zu drücken.

Wer dachte, nun würden die Preußen endlich aufwachen, der wurde eines besseren belehrt. Lotte hielt weiter mit vollem Einsatz dagegen und ließ die Gäste nicht zur Entfaltung kommen. Die trugen durch haarsträubende Fehler und Nachlässigkeiten das ihre dazu bei, dass der Lotter Sieg nie in Gefahr geriet. Bezeichnend: Die einzige Münsteraner Torchance des zweiten Durchgangs war ein harmloser 20 Meter-Schuss von Marc Lorenz (52.). „Ich habe schon in der Kabine gemerkt, dass die Mannschaft unglaublich motiviert war. Wir wollten die Sieg mit jeder Faser. Jetzt sind wir wieder im Rennen“, freute sich SFL-Coach Maik Walpurgis.

Dass es bis zum Abpfiff spannend blieb, lag daran, dass die Sportfreunde ihre Konter nicht konzentriert zu Ende spielten. Die größte Chance zur Entscheidung vergab der eingewechselte Patrick Schnier, der den Ball aus vier Metern über das leere Tor schoss (88.). „Spiele werden in der Regel über Zweikämpfe entschieden und davon hat Lotte sicherlich mehr gewonnen“, analysierte Fascher. „Wir dürfen uns nicht beschweren, als Verlierer vom Platz gegangen zu sein.“

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