Seelisches

RWE: Nach "Schlag auf die Zwölf" jetzt "Hintern aufreißen"

og
23. Mai 2003, 09:16 Uhr

Seelisches "Suspensorium" richten, weiter geht es! "Es sind noch drei Regionalligaspiele", formuliert Essens Coach Harry Pleß. Kein weiteres soll folgen.

Seelisches "Suspensorium" richten, weiter geht es! "Es sind noch drei Regionalligaspiele", formuliert Essens Coach Harry Pleß. Kein weiteres soll folgen. Das 1:3 zuhause gegen Tabellenführer VfL Osnabrück wurde analysiert und abgehakt. "Das war natürlich ein fürchterlicher Schlag auf die Zwölf", gibt Heinz Koch, Essens Vorstandsmitglied und gleichzeitiger Sportlicher Leiter zu, "ein Hieb, der saß, uns aber nicht umfallen ließ." Der Unternehmer ("Carat") lässt sich nicht von seiner Kämpfer-Mentalität abbringen. "Wir und die Spieler waren niedergeschlagen, aber wir halten den Kopf hoch, wir beweisen jetzt Rückrat. Natürlich haben wir im Vergleich zu Aue die schlechteren Chancen, aber wir glauben fest an unsere Jungs, wir ziehen nicht zurück." Ergo: Beim KFC Uerdingen soll am Freitag (19 h, Grotenburg) aufgefahren werden - Koch: "Leicht wird das nicht, wir gehen die 90 Minuten aber voll an, am Freitag-Abend stehen wir wieder auf einem Aufstiegsplatz."

Pleß verlässt seinen Weg auch nicht mehr: "Abwarten, was Aue macht. Wenn die Truppe tatsächlich alles noch gewinnt, wäre das fast ein neuer Regionalliga-Rekord. Ich glaube nicht daran. Wir treten am Freitag so auf wie in Leverkusen." Da wurde mit 3:0 gewonnen. Alle Register werden gezogen, Essen fährt sogar ins Trainingslager. Koch: "Wir schotten uns ab."

Pleß wird dem Team sein Konzept präsentieren. "Ich habe mir den KFC gegen Münster angeschaut, in Wattenscheid war ich auch." Der Trainer hat registriert, dass die Krefelder seit vier Matches ungeschlagen sind, in den letzten drei Begegnunen keinen Gegentreffer kassierten. "Egal, uns interessiert so was nicht, das gilt auch für unser Lazarett", wischt Pleß sich den Mund ab. Sein Fazit: "Elf gesunde Spieler laufen auf, die den Sieg in Krefeld einfahren werden. Das gute Abwehrverhalten des KFC spornt uns höchstens noch mehr an."

Der Ex-Lüneburger kündigt dem KFC einen heißen Tanz an. "Meine Jungs wollen, wir sind nach Rückschlägen in dieser Spielzeit immer wieder aufgestanden, das gilt auch nach dem kollektiven Versagen gegen Osnabrück." Es kann also nur noch eine Parole geben - Pleß: "Wir holen die drei Siege aus den verbleibenden drei Matches." Und das wird fast rausgeschrien. "Schon am Freitag fangen wir damit an. Aue soll doch erst einmal mit dem Druck fertig werden, den wir aufbauen werden, der FC spielt gegen Kiel, das ist eine der besten Rückrundenmannschaften." Und außerdem sitzt dort ein Hans-Werner Moors auf der Bank, bekannt für seinen "Catenaccio". Pleß analysiert: "Kiel wird sich reinhängen, die Holsteiner sind auch noch nicht wirklich durch."

Das Trainergespann Pleß/Michael Lusch reagierte unter der Woche. "Wir wissen, jeder macht sich in die Hose, wenn ein Achim Weber aufläuft, der trifft in den letzten Wochen jedesmal. Wir haben aber versucht, allen anderen Stürmern die Stärke wieder einzuimpfen." Hier: Erwin Koen, Martin Hauswald. Pleß: "Die Kontanz muss da sein, keiner darf sich hinter einem Achim oder einem Heiko Bonan verstecken." Finale Forderung: "Alle müssen sich am Freitag den Hintern aufreißen."

Autor: og

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