Was ist denn nun los? Normalerweise marschieren Windeck und RWE im Gleichschritt. Doch während die Roten ihre Pflicht erfüllten, strauchelten die Germanen.

Windeck - Aachen II 0:4

"Meisterschaft ist noch nicht entschieden"

27. Februar 2011, 20:02 Uhr

Was ist denn nun los? Normalerweise marschieren Windeck und RWE im Gleichschritt. Doch während die Roten ihre Pflicht erfüllten, strauchelten die Germanen.

Und wie: Die Elf von Trainer Heiko Scholz holte sich von der Aachener Reserve eine 0:4 (0:1)-Ohrfeige ab. Doch Windecks Sportlicher Leiter Ingo Haselbach blieb trotz der deutlichen Niederlage gelassen: „Wir haben gar nicht schlecht gespielt, aber nach der Roten Karte für Mariusz Kukielka und dem anschließenden Elfer zum 0:2 war die Messe gelesen.“ Es lief die 71. Minute, als sich Aachens Babacar Gueye die Chance nicht entgehen ließ. Zuvor hatte Narciso Lubasa getroffen (26.). „Für uns ist es aber kein Beinbruch, denn man muss auch mal verlieren können“, resümierte Haselbach.
[infobox-right]Germania Windeck: Gillen - Tuysuz (46. Hettich), Tschumakov, Kukielka, Schultens - Nehrbauer - Grebe (75. Kurth), Müller, Jörgens - Amirante, Musculus (75. Thomassen).
Aachen II: Krumpen - Binder, Frau, Korte, Klitzsch - Temeltas, Marquet, Lang, Lubasa (87. Mostowfi) - Cubukcu (81. Jansen), Gueye (84. Engelbrecht).
SR: Marija Kurtes (Düsseldorf).
Tore: 0:1 Lubasa (26.), 0:2 Gueye (71., FE), 0:3 Cubukcu (79., HE), 0:4 Engelbrecht (86.).
Rote Karte: Kukielka (70., grobes Foulspiel).
Zuschauer: 300.[/infobox]
Nach einem Handspiel von Eugen Tschumakow im Strafraum zeigte Schiedsrichterin Marija Kurtes erneut auf den Punkt. Dieses Mal traf Bilal Cubukcu (79.). Der eingewechselte Daniel Engelbrecht erzielte schließlich in der 86. Minute den 4:0-Endstand. „Wir werden wieder aufstehen“, versprach Haselbach: „Niemand sollte sich freuen, denn die Meisterschaft ist noch lange nicht entschieden.“

Viel wichtiger als der kleine Rückschlag ist indes, dass der Streit mit dem FC Bayern München beigelegt worden ist. Bereits am Freitag hatten sich die Germanen mit dem deutschen Rekordmeister vor dem DFB-Sportgericht in Frankfurt auf einen Vergleich geeinigt. Dieser sieht vor, dass Windeck dem Bundesligisten zur Abgeltung aller Ansprüche 190.000 Euro bezahlt. Sollte das Geld wie vereinbart bis zum 15. März auf dem Konto der Münchner eingegangen sein, überweisen die Bayern im Gegenzug eine zweckgebundene Spende von 10.000 Euro an die Jugendabteilung des TSV. „Ich glaube, dass beide Vereine mit diesem Urteil leben können, denn keine Seite hat ihr Gesicht verloren“, berichtete der Vorsitzende des DFB-Sportgerichts, Hans E. Lorenz.

Die Bayern hatten die mangelhafte Abrechnung des Pokal-Duells moniert. Vor 41.100 Zuschauern im Kölner WM-Stadion hatte der Titelverteidiger aus München die Begegnung am 16. August 2010 mit 4:0 gewonnen und bis jetzt noch keinen Cent dafür gesehen. Windeck hatte nicht gezahlt, weil die Befürchtung bestand, dass der Dorfklub dann ohne Gewinn aus der Geschichte herauskommen würde. „Die Sache ist nun aber abgehakt“, stellte Haselbach klar.

Autor:

Mehr zum Thema

Wettbewerbe

Rubriken

Kommentieren