Stürmische Eisen schmieden.

RWE: Janßen-Versuch beim VfL Bochum

og
14. Januar 2007, 20:25 Uhr

Stürmische Eisen schmieden. "Wir versuchen, bis zum 31. Januar doch noch etwas möglich zu machen", legt sich Olaf Janßen, Sportlicher Leiter von RWE, fest.

Stürmische Eisen schmieden. "Wir versuchen, bis zum 31. Januar doch noch etwas möglich zu machen", legt sich Olaf Janßen, Sportlicher Leiter von RWE, fest. Dann endet das aktuelle Wechselfenster. Der Ex-Profi, der vor dem Anpfiff in Bocholt, als das Lied "Black Betty" der Gruppe Ram Jam (1977) erbrüllte, eine kurze, begeisterte Luftgitarre zeigte, weiter: "Alles muss passen, wir haben schließlich auch unsere Kriterien." Coach Lorenz-Günther Köstner: "Ein Abschluss wäre ein prima Zeichen an die Mannschaft und an die Fans gewesen, es wäre auch ein Ruck für das Team. Wichtig ist aber, wir verfallen nicht in Hektik."

Bei der Stürmersuche machte Janßen auch einen Abstecher in Richtung Bochum, um dort bei seinem Amtskollegen Stefan Kuntz, ein Vorfühlen nach Joris van Hout (29) und Fábio Júnior Pereira (29) zu starten. Kuntz: "Die Anfrage von RWE liegt vor. Wir geben grundsätzlich keinen Spieler ab. Sollte einer der Akteure aber auf uns zu kommen, Wechselwünsche äußern, um sich Praxis zu verschaffen, können wir darüber reden."
Der Belgier und der Brasilianer haben noch bis 2008 laufende Verträge. Alles geht also über eine Ausleihe. Der einmalige belgische Nationalspieler (1,85 Meter, 78 Kg) absolvierte 79 Bundesligaspiele (elf Tore) für Bochum und Mönchengladbach, traf für den VfL in der letzten Aufstiegsspielzeit sechsmal (25 Spiele).
Der Mann vom Zuckerhut (1,86 Meter, 80 kg) wurde in dieser Saison elf Mal eingesetzt (zwei Tore), in der zweiten Klasse war in 15 Matches (ein Treffer) dabei.

Vor dem Gang ins Revier war der Techniker, dem man auch Interesse des griechischen Erstligisten Panonios Athen (Trainer Ewald Lienen) nachsagt, in den Vereinigten Arabischen Emiraten für Al-Wahda Abu Dhabi aktiv, verfügt über 15 Länderspiele (acht Tore), wechselte 1999 von Cruzeiro Belo Horizonte für 15 Millionen DM (!) zum AS Rom, riss dort aber keine Bäume aus. 2003 spielte er für Vitoria Guimaraes, den Ex-Club von Paulo Sergio Duartes de Almeida.
Abwarten, was Janßen in den Gesprächen mit dem Duo ausloten kann, ob dort Begeisterung vorherrscht, zum Vorletzten der zweiten Bundesliga - alles wohl auf Leihbasis - zu wechseln. Junior ist beim VfL noch bis zum 30. Juni gebunden, van Hout noch ein Jahr länger. Janßen: "Ich will einfach keine Prognose abgeben, ob und wann etwas klappt. Wir hatten zwei, drei Sachen, die dann aber doch nicht klappten."

Köstner: "Eine Prioritätenliste." Und wenn man zu viel ankündigt, gilt man schnell als Lautsprecher, was Janßen klug vermeidet. Der vierfache Vater: "Naja, irgendwas sagen die Leute sowieso." Sein Fazit: "Ich bleibe am Ball." So wird auch die Mainzer Spur weiter nachgesagt: Ranisav Jovanovic (26, 1,91 Meter, 78 Kg / aktuell 12 Spiele, 2 Tore).

Autor: og

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