Man könnte bei Düsseldorfs Marcel Gaus eigentlich von einem kleinen Lauf sprechen. In den letzten Wochen erzielt er einen Treffer nach dem anderen.

Fortuna Düsseldorf

Gaus hängt in der Warteschleife

Christian Krumm
25. Februar 2011, 09:16 Uhr

Man könnte bei Düsseldorfs Marcel Gaus eigentlich von einem kleinen Lauf sprechen. In den letzten Wochen erzielt er einen Treffer nach dem anderen.

Alles begann mit dem Freundschaftsspiel gegen den Ligakontrahenten Rot-Weiß Oberhausen, in dem er mit zwei Treffern maßgeblich am 4:1-Erfolg beteiligt war. Ein paar Tage später war auch die Wartezeit auf das erste Saisontor in Liga zwei vorbei: Beim Auswärtsspiel bei 1860 München wurde er eingewechselt und sicherte der Fortuna mit seinem Treffer zum 1:1 noch einen Zähler.

Am vergangenen Wochenende half der Goalgetter dann bei der Reserve in der Regionalliga West aus. Eine gute Viertelstunde brauchte er nur, um seine Mannschaft gegen Eintracht Trier in Führung zu bringen. Den von Marco Christ verwandelten Elfmeter holte auch der Angreifer heraus – Endstand: 3:1. Am Dienstag absolvierten die Düsseldorfer erneut ein Testspiel und natürlich trug sich auch Gaus in die Torschützenliste ein, der Youngster traf zum zwischenzeitlichen 4:1. Die übrigen Treffer für die Rot-Weißen beim 6:1-Sieg über den Neuntligisten Sportfreunde Uevekoven erzielten Adam Bodzek, Sascha Rösler, Oliver Fink, Sandor Torghelle und Henri Felten (Eigentor).

Fünf Tore in drei Wochen – trotzdem will der Knoten nicht so richtig platzen. „Ich bin eigentlich ganz zufrieden mit meiner Ausbeute in letzter Zeit“, sagt Gaus. „Aber es soll doch noch lange nicht das Ende sein. Es ist definitiv immer mein Ziel, von Beginn an zu spielen.“ In den Genuss kam er bislang lediglich ein einziges Mal in dieser Saison: Am vierten Spieltag zuhause gegen 1860 München. In der Winterpause holten die Verantwortlichen mit dem Dänen Ken Ilsö einen weiteren Angreifer. „Wellington ist aber auch gegangen“, betont „Gausi“ und fügt hinzu: „In jedem Verein herrscht großer Konkurrenzkampf. Das ist auch bei uns so und ganz normal. Ich gebe weiter im Training Vollgas.“

Am Sonntag kommt der VfL Osnabrück in die ESPRIT-arena. Gegen die Lila-Weißen konnten die Düsseldorfer in der Hinrunde die ersten Punkte einfahren. „Wenn man sieht, wie wir gestartet sind, haben wir echt super die Kurve bekommen“, analysiert Gaus die Saison. „Aber das zeigt auch einfach den Charakter der Truppe. Wir haben nie an uns gezweifelt.“ Nun sieht es fast so aus, als wäre die Spielzeit für die Düsseldorfer gelaufen. „Wir sind Profis genug“, will der Youngster nichts davon hören, etwas schleifen zu lassen. „Es wäre doch fahrlässig, wenn wir uns jetzt ausruhen würden. Wir haben die absolute Pflicht, in jedem Spiel alles zu geben. Alleine schon für die Leute, die eine Dauerkarte haben.“

Wenn der VfL Osnabrück am Wochenende vor der Tür steht, haben die Düsseldorfer die große Möglichkeit, Geschichte zu schreiben: Neun Heimsiege in Folge wäre ein neuer Vereinsrekord. „Darüber habe ich bei uns noch keinen reden hören“, zuckt Gaus mit den Schultern. „Serien spielen für uns ohnehin keine Rolle. Aber wenn wir unsere Leistung abrufen, dann behalten wir die drei Punkte bei uns.“

Autor: Christian Krumm

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