Schadenfreude ist und bleibt doch die schönste Freude – und wer möchte nicht mitjubeln, wenn der Spitzenreiter eins ausgewischt kriegt? Oder die Spitzenreiter...

GE: Kreisliga kompakt

Historisches an der Dessauer Straße

21. Februar 2011, 15:26 Uhr

Schadenfreude ist und bleibt doch die schönste Freude – und wer möchte nicht mitjubeln, wenn der Spitzenreiter eins ausgewischt kriegt? Oder die Spitzenreiter...

Kreisliga A 1

Da ist es passiert: Im Spitzenspiel der Staffel A 1 hat die Reserve von YEG Hassel dem FC Gladbeck den Schneid abgekauft und sich mit 2:0 durchgesetzt. „Drei Leistungsträger haben versagt, das muss man auch mal so klar sagen“, lautete das Fazit von FC-Trainer Dirk Knappmann. Der ärgerte sich besonders deshalb über die zweite Saisonniederlage, da YEG seines Erachtens nach „nicht wirklich eine Chance hatte“. Gewinnt der ärgste Verfolger das noch ausstehende Nachholspiel bei Genclerbirligi Resse, sind es nur noch zwei Punkte Abstand. Für Knappmann ist das aber „nicht dramatisch“.

Nach dem verlorenen Fight vom Sonntagmittag gehe es für ihn nun darum, seine Mannschaft wieder fit zu bekommen. Denn am kommenden Wochenende empfängt der SC die Preußen aus der Nachbarschaft. „Die Derbys sind immer etwas hitziger“, weiß Knappmann, hält aber fest: Auch nach dem 7:2-Erfolg gegen den SC Hassel II sei man angesichts von 17 Punkten Vorsprung nicht in Sorge und werde der SG die Grenzen aufzeigen

Die Elf von Trainer Thomas Bogdahn tat sich ihrerseits schwer – zumindest eine Halbzeit lang, denn gegen die Zweite des SCH stand es zur Halbzeit noch 1:1. Erst nach dem 2:2 nach einer knappen Stunde drehten die Preußen auf und schossen den Gast auf dem Jahnplatz ab.

Die Aufholjagd des Erler SV ist indes schon wieder beendet: Im Verfolgerduell unterlagen die 08er dem SV Hansa Scholven mit 0:1, Ender Cambaz hieß der glückliche Torschütze des Tages. Einen ganz wichtigen, aber auch überzeugenden 4:0-Sieg feierte SuS Beckhausen im Kellerduell in Grafenwald.

Kreisliga A 2

Auch im Süden stolperte der Tabellenführer – die 1:2-Niederlage des SV Hessler 06 bei Union Neustadt geht aber, anders als die Pleite des FCG, ohne Wennn und Aber als Sensation durch. Union-Trainer Manfred Schwarze sprach seinem Team ein dickes Lob aus: „Wir haben sehr diszipliniert gespielt, weil wir wussten, dass wir gegen Hessler nicht mit offenem Visier auftreten dürfen. Wir wollten früh im Mittelfeld stören und den ein oder anderen Nadelstich setzen. Das hat gut geklappt, die Mannschaft hat nach dem Rückstand super Charakter gezeigt.“

Von einem verdienten Sieg wollte Schwarze nach dem Coup zwar nicht sprechen, schließlich habe Hessler in der letzten halben Stunde „ohne Ende Druck gemacht.“ Garant des Erfolgs war deshalb auch Neustadts Keeper Antonino Giglio, der allein drei „Hundertprozentige“ entschärfte. Und so jubelten am Ende die Hausherren über die Punkte 17 bis 19. Schwarze: „Ich bin schon fünf Jahre bei Union Neustadt, aber ich glaube so einen Sensationssieg habe ich zum ersten Mal miterlebt.“ Gegen RWW Bismarck kann sein Team nun den nächsten Schritt machen, um sich der letzten Abstiegssorgen zu entledigen. Aber der Coach warnt: „Jetzt darf die Mannschaft nicht zu überschwänglich werden. Wenn du bei Wacker Bismarck verlierst, war der Sieg gegen Hessler wenig wert.“

Die Rot-Weißen hatten beim SSV/FCA eine Halbzeit lang dagegen gehalten, gingen nach Dominik Donners und Patrick Willams Treffern aber noch als Verlierer vom Platz. Adler Feldmark hatte beim ETuS Gelsenkirchen keine Schnitte und kam mit 1:6 unter die (Eisenbahn-)Räder. Der Ehrentreffer war das siebte Saisontor – kein wirklicher Trost.

Noch einmal zur Spitze: Angesichts von nur noch fünf Punkten Rückstand darf sich Blau-Weiß Gelsenkirchen nun also allmählich tatsächlich noch Gedanken machen, wie es sich wohl anfühlen würde mit der Meisterschaft und dem Aufstieg. Denn die Schalker punkten konstant, ließen auch beim FC Zrinski nichts anbrennen und gewannen mit 3:1.

[b]Auf Seite 2: Das Wochenende in den B-Kreisligen[/b]

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