RWE: Köstners Personalentschlüsse kommen knallhart

og
15. Dezember 2006, 14:51 Uhr

Winterpausenausfälle sind klar! Mit Dimitrios Grammozis (Wadenbeinbruch), Arie van Lent (Knie), Stijn Haeldermans (Blasenentzündung) ist in diesem Jahr nicht mehr zu rechnen.

Winterpausenausfälle sind klar! Mit Dimitrios Grammozis (Wadenbeinbruch), Arie van Lent (Knie), Stijn Haeldermans (Blasenentzündung) ist in diesem Jahr nicht mehr zu rechnen. "Stijn hat bis zum Start der Vorbereitung Sportverbot, ob er dann zur Verfügung steht, weiß ich noch nicht", gibt Coach Lorenz-Günther Köstner bekannt. Der Belgier bekämpft sein Übel mit Antibiotika, nichts geht mehr.

Die Option van Lent, der eigentlich einen Vertrag bis 2008 besitzt, wird 2007 wohl kaum noch gezogen, das Gespräch wurde mit dem Holländer bereits gesucht, der seine körperlichen Probleme nicht ad acta legt. Beim aktuellen Laktatwerttest arbeitete der 36-Jährige, abgesprochen mit den Medizinern, nur im unteren Bereich. "Der Club verlangt Entscheidungen von mir, davor scheue ich mich nicht", gibt Köstner bekannt. Die Entschlüsse wird RWE bekommen. Wie sie aussehen? Wer Ohren hat, der höre Köstner gut zu. Es folgt dann nur noch die Frage, wie eine Kontraktauflösung erfolgt. Köstner: "Wir müssen Veränderungen vornehmen."
Übersetzt: Akteure - wichtig ist der Plural - werden gehen, Alternativen werden kommen. Köstner macht Druck: "Das geht mir noch zu langsam." Qualität muss es sein, tabu ist für Köstner "der Dienst nach Vorschrift."

Der ehemalige Unterhachinger verlangt, sich nicht vor einem Anecken zu scheuen, "jeder muss von sich aus mehr anbieten, ich will den Konkurrenzkampf, der fehlt noch." Knallhart auch im Training, bei dem der Coach auch körperlich schmerzhafte Szenen bewusst laufen ließ. So was nennt man Spielsimulation. "Druck muss ausgeübt werden", verlangt Köstner unmissverständlich, "die Jungs müssen sich gegenseitig fordern. Denn jedem muss doch klar sein, nur so wie man trainiert, spielt man auch." Oder landet auf der Tribüne, "so dass sich jeder hinterfragen muss." Köstner betont es immer wieder: "Es geht nur über die absolute Leistungs-Bereitschaft." Die dann abgerufen werden muss. Köstner: "Wenn ein Team merkt, ein Akteur kann dem Kollektiv nicht weiterhelfen, wird man ganz schnell ausgeschlossen." Und außerdem - Köstner: "Wir dürfen auch den Leuten auf den Rängen nichts vormachen."

Autor: og

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