Die lange Winterpause ist auch in Bochums Kreisligen endgültig vorbei. Für viele Mannschaften können die kommenden Wochen bereits eine Vorentscheidung bringen.

BO: Kreisliga Kompakt

"Wochen der Wahrheit" in Bochum

Martin Herms
14. Februar 2011, 17:58 Uhr

Die lange Winterpause ist auch in Bochums Kreisligen endgültig vorbei. Für viele Mannschaften können die kommenden Wochen bereits eine Vorentscheidung bringen.

Kreisliga A 1

Der SC Weitmar musste vor dem Spiel gegen Arminia Bochum II einen herben Rückschlag hinnehmen. Unter der Woche wurde bekannt, dass die Partie gegen Wiemelhausen aufgrund einer Regelmissachtung mit 0:2 Toren für den Gegner gewertet wurde. Die Mannschaft zeigte sich jedoch vom Verlust der drei Punkte unbeeindruckt und gewann souverän mit 4:1 gegen die Zweitvertretung der DJK Bochum. Trainer Lars Tolk zeigte sich kämpferisch und will den verlorenen Punkten am grünen Tisch nicht hinterhertrauern: „Wir haben das intern schon abgehakt. Der Punktverlust ist zwar ärgerlich, aber er wirft uns trotzdem nicht stark zurück. Wir stehen nach wie vor an der Spitze und haben es selbst in der Hand.“

Der Erfolg gegen die Arminia war laut Tolk „hochverdient“ und hätte auch höher ausfallen können. Der Übungsleiter richtete seinen Blick bereits auf die kommenden Aufgaben, die eine mögliche Vorentscheidung im Aufstiegskampf bringen könnten: “In den kommenden drei Wochen treffen wir auf unsere direkten Konkurrenten SpVgg Gerthe und BV Hiltrop. Die Saison ist zwar noch lang, aber diese direkten Duelle werden sicherlich richtungsweisend sein. Das könnten die Wochen der Wahrheit für uns werden.“

Bei Tabellenschlusslicht Tus Harpen scheinen dagegen die Lichter bereits auszugehen. Gegen den SV Altenbochum, ebenfalls ein Abstiegskandidat, setzte es eine 1:6 Klatsche. BV Westfalia Bochum konnte durch einen überraschenden 2:1 Erfolg gegen Bochum-West die Abstiegsränge verlassen.

Kreisliga A 2

Der 18. Spieltag verlief ganz nach den Vorstellungen des CSV SF Linden. Während der ärgste Verfolger DJK Adler Dahlhausen beim 0:0 gegen SW Wattenscheid II patzte, gelang der Elf von Trainer Torsten Berger ein überzeugender 7:1 Sieg beim Kellerkind FSV Sevinghausen. Der souveräne Spitzenreiter überraschte dabei mit einem neuen Spielsystem: “Wir haben heute zum ersten Mal mit einer Viererkette agiert. Da meine etatmäßigen Innenverteidiger ausgefallen sind, habe ich im Abwehrbereich auf einige junge Spieler gesetzt. Die Abwehrkette hatte einen Altersdurchschnitt von 21 Jahren, aber die Jungs haben ihre Aufgabe trotz eines ungewohnten Systems sehr gut gemeistert,“, zeigte sich Berger von der jungen Garde hellauf begeistert.

Angesichts von nun fünf Punkten Vorsprung und einem Nachholspiel in der Hinterhand, befindet sich die Mannschaft von der Hilligenstraße in einer komfortablen Ausgangssituation. Der Coach warnt jedoch seine Mannschaft davor, den weiteren Saisonverlauf auf die leichte Schulter zu nehmen: “Wir dürfen nicht nachlässig werden und müssen weiter harten arbeiten. Wenn die Mannschaft so weitermacht, dann wird es sicherlich schwierig uns aufzuhalten. Im Prinzip können wir uns nur selbst schlagen.“

Im Kellerduell trennten sich VfB Günnigfeld II und der SV Waldesrand Linden mit 1:1. Ein Ergebnis, das keiner der Mannschaften sonderlich weiterhilft.

Kreisliga A 3

In der Gruppe 3 gab es an diesem Sonntag ein echtes Spitzenspiel. Der Tabellenführer VfB Annen 19 behielt dabei gegen den Verfolger FSV Witten denkbar knapp mit 4:3 die Oberhand. In einem brisanten und von Hektik geprägten Spiel, konnte sich die Mannschaft von Jens Vogt, nach zweimaligem Rückstand in der 1. Halbzeit, im 2. Durchgang deutlich steigern und sich mit dem 4:2 entscheidend absetzen.

Der Übungsleiter des VfB war allerdings nur mit dem Ergebnis rundum zufrieden: “In der 1. Halbzeit war Witten deutlich präsenter und aggressiver. In der 2. Hälfte haben wir uns besser auf die Spielweise eingestellt und konnten eine vermeintlich solide Führung herausschießen. Obwohl sich Witten anschließend zwei Platzverweise einhandelte, hätten wir die Führung fast noch verspielt. Da waren wir einfach zu nachlässig“, übte Vogt Kritik an der Einstellung seiner Spieler.

Überschattet wurde der Sieg der 19er durch die schwere Verletzung ihres Kapitäns Michael Rollik, der sich mehrfach das Schlüsselbein brach und mehrere Wochen fehlen wird. Ein Umstand, der den Trainer ins Grübeln bringt: “Meine Leute werden immer weniger. Wir müssen sehen, wie wir über die Runden kommen. Auch wenn wir eine gute Ausgangsposition haben, ist der SV Bommern nach wie vor mein persönlicher Favorit.“

Der SV gewann bereits am Samstag mit 3:1 bei Tura Rüdinghausen und festigte damit den 2. Tabellenrang.

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Autor: Martin Herms

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