RWE: Caliks Signal / Liga-Leichentuch abwerfen

og
07. Dezember 2006, 17:51 Uhr

"Wacker" nachlegen! Exakt dieses Motto wird Lorenz-Günther Köstner, Coach von Rot-Weiss Essen, in das Team hineintragen.

"Wacker" nachlegen! Exakt dieses Motto wird Lorenz-Günther Köstner, Coach von Rot-Weiss Essen, in das Team hineintragen. Am Freitag, 8. Dezember, wird RWE ab 18 Uhr in Burghausen antreten, nach dem lang ersehnten 1:0-Sieg über Greuther Fürth am letzten Wochenende soll an der Salzach unbedingt wieder erfolgreich aufgetischt werden, um sich nicht kurz vor Weihnachten selbst einen einzu"schenken".

Köstner: "Mensch, man spürte doch die Anspannung vor Fürth, die Nerven vibrierten, hätten wir das Ding verloren, wäre verbreitet worden, der Sargdeckel liegt schon drauf, es fehlen nur noch die Nägel."
Vor dem Gang in den Landkreis Altötting erhob sich der Deutsche Meister von 1955 also wieder aus der Gruft, hat das Leichentuch allerdings noch lange nicht abgeworfen. "Wir haben uns mit Glück und vor allen Dingen Kampf zurück gemeldet", reklamiert Köstner, "die Aufgabe wurde gemeistert." Weitermachen ist angesagt, dazu ist der Traditionsverein verdammt, sonst macht sich wieder einsetzender Verwesungsgeruch breit. "Wir konnten viele gute Sachen sehen, das Match wurde ausgiebig analysiert", gibt der Fußball-Lehrer einen Einblick in den Wochenablauf.

Heute fliegt RWE ab Köln bis nach Salzburg, dort wird auch ein Hotel bezogen, so dass die Truppe am Spieltag "über die Grenze fahren wird, der Weg ist nicht wirklich weit", umreißt Olaf Janßen, Essens Sportlicher Leiter. Der Ex-Profi, der während seiner aktiven Zeit mit Burghausens Trainer Markus Schupp des öfteren die Klingen kreuzte ("wir sind der gleiche Jahrgang"), ist immer noch ganz angetan vom Dreier gegen Fürth. "Unglaublich, ich habe bei der Spielbeobachtung gedacht, was geht denn hier ab. Die Jungs waren einfach da. Das findet doch wirklich hauptsächlich im Kopf statt." Während Fürth jedoch den Ball stellenweise - wenn Essen es zuließ - pfleglich behandelte, rechnet Janßen in Burghausen nicht unbedingt damit, viel filigrane Kunst zu sehen. "Das wird einen Kampf geben, den wir annehmen werden." Schupp macht deutlich: "Wenn wir in der Liga bleiben wollen, müssen wir diese Begegnung gewinnen."

Köstner erinnert sich insbesondere an das Beispiel Serkan Calik. "Habt ihr auch alle die Szene gesehen, als der Junge Fürths Akteur", es war Olivier Caillas, "jagte, bis der sich so erschreckte, dass er fast den Ball vergaß. Das war unglaublich, das will ich sehen." Unglaublich ist eigentlich auch, dass diese Art von Startsignal von einem Youngster wie Calik kam. Köstner: "Das war ein Zeichen, das in der Mannschaft angekommen ist."

Autor: og

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