MSV: Peter Kuhlbachs FC-Einschätzung

tt
04. Dezember 2006, 09:37 Uhr

Für Peter Kuhlbach besitzt das Duell in Köln einen ganz besonderen Stellenwert.

Für Peter Kuhlbach besitzt das Duell in Köln einen ganz besonderen Stellenwert. Zwar steht der Sport-Physiotherapeut im Gegensatz zu den 22 kickenden Akteuren nicht im Mittelpunkt, doch er ist im Hintergrund immer nah dran am Geschehen, steht nicht nur als „Medizinmann“, sondern in manchen Fällen auch als „Kummerkasten“ zur Verfügung.

18 Jahre lang übte Kuhlbach den Job als „Physio“ bei den „Geißböcken“ aus. In dieser langen Zeit lernte er so manchen Trainer kennen und hatte auch das Vergnügen, mit dem momentan als Heilsbringer gefeierten Christoph Daum zusammenzuarbeiten. „Ein Jahr in der Jugend, danach drei Spielzeiten bei den Profis“, blickt Kuhlbach zurück.

Der 41-Jährige zeigt sich ziemlich beeindruckt von den Methoden des einstigen Istanbulers: „Ich kenne keinen Trainer, der so gewissenhaft arbeitet. Christoph veranstaltet keine Ein-Mann-Show, sondern ist ein echter Team-Arbeiter. Er schafft es, diese Gruppe zu leiten. Ein Team benötigt immer einen Chef.“ Die Frage, ob die Personalie Daum den Geißbock wieder auf Trab bringt, beantwortet "PK" mit einem klaren „Ja“: „Ich denke, das ist für Köln die allerbeste Lösung. Für den FC bedeutet Christoph Daum einen absoluten Glücksfall. Er zeichnet sich durch kontinuierliche Arbeit aus.“ Kuhlbach zwinkert: „Damit kann Christoph Daum nach dem Spiel gegen uns anfangen.“

Grundsätzlich stuft Kuhlbach seinen ehemaligen Arbeitgeber als besondere Nummer ein. „Wenn man sich überlegt, dass die Kölner zu einem Training ins große Stadion ausweichen müssen, weil die ganzen Zuschauer nicht an das Geißbock-Heim-Gelände passen, dann ist das schon erstaunlich. Was beim FC abgeht, ist gigantisch. Köln geht mit dem neuen Kurs großes Risiko, wenn sie es am Ende schaffen, dann sind sie richtig gut aufgestellt.“

Peter Kuhlbach macht keinen Hehl daraus, dass es auch bei ihm morgen Abend kräftig kribbeln wird. „Sobald die Musik anfängt, bekomme ich eine Gänsehaut. Ich habe in Köln noch viele alte Freunde, war lange bei dem Club beschäftigt. Es macht richtig Spaß, dort wieder eine Begegnung zu erleben.“ Aus Duisburger Sicht waren die vergangenen Auftritt am Rhein weniger lustig. 1:3 hieß es in der Bundesliga, sogar 0:4 beim Ausklang der Zweitliga-Saison – allerdings standen beide Teams bereits als Aufsteiger fest. Kuhlbach cool: „Drei Mal ist göttlich. Also sind wir jetzt dran.“

Ganz so lange liegt das letzte Treffen des Duisburger Sport-Physiotherapeuten mit den FC-Heilsbringer übrigens nicht zurück. „Als wir vor zwei Jahren mit dem MSV in der Sportschule Bitburg waren, stieg Christoph Daum dort mit Fenerbahce Istanbul ab. Es ist schön, wenn so ein Mann dich nach vielen Jahren wiedererkennt. Ich habe ihm damals gesagt, dass wir beide den umgekehrten Weg gegangen sind. Er ist in Duisburg geboren, hat dann in Köln gearbeitet. Ich bin gebürtiger Kölner und jetzt in Duisburg tätig.“ Und abschließend stellt Kuhlbach seine ganz persönliche Hitliste auf: „Neben der Zusammenarbeit mit Rudi Bommer würde mich auch ein gemeinsames Wirken mit Chelseas Jose Mourinho oder eben Christoph Daum reizen.“ Man beachte die Reihenfolge...

Autor: tt

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