Kampf, Verbissenheit, Fixierung auf den Gegner. Nachgelassen wurde nicht, auch wenn einige RWE-Spieler in der Schlussphase beim 1:0 (0:0)-Sieg vor 9067 Zuschauern im Georg Melches-Stadion gegen Greuther Fürth sichtlich auf dem Zahnfleisch gingen.

RWE: Hysky und der "große Stein"

og
02. Dezember 2006, 13:46 Uhr

Kampf, Verbissenheit, Fixierung auf den Gegner. Nachgelassen wurde nicht, auch wenn einige RWE-Spieler in der Schlussphase beim 1:0 (0:0)-Sieg vor 9067 Zuschauern im Georg Melches-Stadion gegen Greuther Fürth sichtlich auf dem Zahnfleisch gingen.

Kampf, Verbissenheit, Fixierung auf den Gegner. Nachgelassen wurde nicht, auch wenn einige RWE-Spieler in der Schlussphase beim 1:0 (0:0)-Sieg vor 9067 Zuschauern im Georg Melches-Stadion gegen Greuther Fürth sichtlich auf dem Zahnfleisch gingen.
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Umso größer war natürlich nach dem Schlusspfiff die Erleicherung, die auch durch das eine oder andere Tänzchen vor dem Fans raus gelassen wurde. Innenverteidiger Martin Hysky gab es offen zu: "Ja, uns fiel schon ein ganz großer Stein vom Herzen." Man schleppte sich danach zur ersten Pflege in die Katakomben, allerdings mit glänzenden Blicken. Der deutliche gesteigerte Victor-Hugo Lorenzón bekam einen Schlag auf den Fuß, auch der überragende Baris Özbek hatte etwas abbekommen. "Der Junge wollte gar nicht runter", schmunzelte Coach Lorenz-Günther Köstner, "dabei hatte er schon während der Pause signalisiert, Luftprobleme zu haben." Davon war allerdings nichts zu sehen.

Und jetzt? Hysky macht deutlich, wie mit dem Sieg nach sechs Niederlagen in Folge umzugehen ist. "Das ist doch auch nur ein erster Schritt für uns, wir müssen weiter arbeiten, arbeiten, arbeiten." Eine deutliche Aufforderungen, der Routinier kennt das Geschäft: "Dann kommen wir auch da unten raus. Dieser Dreier war so ungemein wichtig für uns, es zählt jetzt jeder einzelne Zähler."

Und vor allen Dingen die Tatsache, dass Essen nach 303 Minuten endlich einmal wieder ins Gegnerische Tor traf. Übel stößt die Ziffer 602 auf, die Minuten-Anzahl, die Essen ohne Treffer eines eigenen Akteurs war. Der letzte Einschlag kam durch das Geschenk des Unterhachingers Buck zustande, der seinen eigenen Keeper frustrierte. Auch ein Bock, der jetzt umgestoßen wurde.
Neben der Qualitätsfrage ist alles eine Kopfsache. Hysky bestätigt: "Auch, wir glauben an uns, der Wille war deutlich, jeder war für den anderen da. So kann Fußball auch einfach sein, wenn man unten beißt und kratzt, dann kriegt man auch wieder Sicherheit.

Gegen Fürth fielen Holger Wehlage (Adduktoren), "Mac" Younga-Mouhani (letztmalig gesperrt), Dimitrios Grammozis (Wadenbeinbruch), Arie van Lent (Knie) aus. Nicht im Kader waren: Danijel Stefulj, Hilko Ristau, Dirk Langerbein, Michel Harrer (bis Winterpause bei der U23) und der aktuell dritte Keeper André Maczkowiak (mehr über das Spiel im RS am Sonntag).

Autor: og

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