Vor dem heutigen Gang nach Rostock fragte RS bei RWE-Trainer Lorenz-Günther Köstner nach.

RWE: Nachgefragt bei Trainer Köstner

og
24. November 2006, 08:26 Uhr

Vor dem heutigen Gang nach Rostock fragte RS bei RWE-Trainer Lorenz-Günther Köstner nach.

##Picture:panorama:2738##Vor dem heutigen Gang nach Rostock fragte RS bei RWE-Trainer Lorenz-Günther Köstner nach.

Lorenz-Günther Köstner, wird das eine Horrorfahrt nach Rostock?

Man könnte meinen, schwieriger kann es kaum sein? Woher soll man den Glauben nehmen, wenn man so lange nicht gewonnen hat? Allerdings wollen wir damit am Freitag nicht bis ungefähr 19.45 Uhr warten, es müssen vorher Taten folgen. Wichtig ist: Jeder Platzmeter muss beackert werden, auch wenn es auswärts ist. Um das zu machen, benötigt man kein Selbstvertrauen, diese Grundvoraussetzung fordere ich.

Sie können jetzt weitaus mehr auf das Team einwirken!

Jede Einheit half mir, mein Bild zu verfestigen. Wir erarbeiten uns Vertrauen, die Vergangenheit interessiert jetzt nicht, bei keinem Akteur, die momentane Leistung zählt.

Vier Matches stehen vor der Winterpause noch aus, zwölf Punkte sind im Angebot.

Mit welcher Berechtigung können wir sagen, wir holen vielleicht zehn? Warum sollte das plötzlich klappen? Wichtig ist, uns die Punkte zusammen zu klauen.

Sie waren bei Hansas 4:4 in Karlsruhe zu Gast - und?

Rostock wurde vor der Pause überrollt, nach der Halbzeit hat das Team ungemeine Moral gezeigt. Aber wir werden unserer Truppe Szenen dokumentieren, wo der Gegner anfällig ist. Mut, Wille, Entschlossenheit muss da sein, das zu nutzen. Zwei Serien gibt es, unseren negativen Lauf und Rostocks positive Ausbeute. Irgendwann sind diese zu Ende. Dafür muss aber die Vorstellungskraft da sein, sonst geht nichts. Es wird weh tun, Narben hinterlassen, aber irgendwann hat man eine Haut aus Leder.

Danko Boskovic lief eine Halbzeit im Spitzenspiel der U23 gegen Düsseldorf auf - und?

Er hat sich nicht unbedingt aufgedrängt, er muss mehr anbieten, ein Knipser muss fit sein, um in Situationen da zu sein. Man sieht auch, ein Arie van Lent hat noch deutliche Probleme...

...in der Tat...

Man darf sich nichts vormachen. Die Köpfe müssen frei sein, außerdem muss vernünftig mit der Öffentlichkeit umgegangen werden, damit diese nicht mit Vorurteilen ein Spiel besucht. Die Kulisse soll nicht bei der kleinsten Gelegenheit pfeifen, Gemeinsamkeit ist wichtig, der Kreis muss aufgebrochen werden.

Stichwort Neuzugänge!

Erst in der Winterpause, der Club möchte Entscheidungen von mir, sicherlich für den Angriff, einen Keeper haben wir auch zuviel. Karim Zaza hat gegen Aue vernünftig agiert, sicherlich nicht überragend, die 1-1-Situationen waren aber gut, ihm den Gegentreffer voll anzukreiden, wäre zu einseitig. Auch bei den jungen Akteuren darf man sich nicht belügen, ihnen fehlt noch die Durchschlagskraft. Als er nicht spielte, fiel bei Baris Oezbek die Klappe, im Training hat er wieder Gas gegeben, nach dem wir sprachen. Stark!

Autor: og

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