Am Dienstagabend steigt an der Essener Hafenstraße das heiße Westderby zwischen Rot-Weiss Essen und dem Wuppertaler SV. In beiden Lagern ist die Vorfreude spürbar.

RWE - WSV

"Flutlicht, Hafenstraße - besser geht's nicht"

Krystian Wozniak
07. Februar 2011, 16:52 Uhr

Am Dienstagabend steigt an der Essener Hafenstraße das heiße Westderby zwischen Rot-Weiss Essen und dem Wuppertaler SV. In beiden Lagern ist die Vorfreude spürbar.

Dabei wird der NRW-Ligist nach dem jüngsten Erfolg über Fortuna Köln mit großen Selbstvertrauen in das Duell gegen den Regionalligisten gehen. „Ich sehe die Chancen bei 50 zu 50. Wir wissen alle um die Bedeutung dieses Spiels. Mit drei Siegen sind wir in der DFB-Pokal-Hauptrunde. Wir sind gut drauf und haben sicherlich keinen Bammel vor Wuppertal“, strotzt RWE-Coach Waldemar Wrobel nur so vor Selbstbewusstsein. Das kann der Polizeibeamte auch, denn Essen schwimmt momentan auf einer echten Euphoriewelle. „Unsere Fans sind immer und überall da. Am Dienstag wird Hafenstraßen-Atmosphäre pur herrschen. Unter Flutlicht an der Hafenstraße gegen Wuppertal - besser geht‘s doch nicht“, reibt sich Worbel die Hände.

Und auch die Spieler der Rot-Weissen freuen sich auf den Pokalfight im Georg-Melches Stadion. „Wir wissen, dass die RWE- und WSV-Fans sich nicht grün sind. Es wird eine brisante Stimmung herrschen. Wir wollen unseren Anhängern für die grandiose Unterstützung in dieser Saison etwas zurückgeben und Wuppertal niederringen“, kündigt RWE-Mittelfeldmann Cedric Vennemann den Bergischen einen heißen Tanz an.

Die Wuppertaler hatten bereits am Samstag eine Art Generalprobe für das Dienstagsmatch. Vor über 5000 Zuschauern erkämpfte sich das Team von WSV-Coach Michael Dämgen ein 2:2-Unentschieden bei Preußen Münster. „Mit einem Sieg in Essen und einer eventuellen DFB-Pokalteilnahme könnten wir die bislang verkorkste Serie etwas geradebiegen“, sagt WSV-Manager Markus Bayertz, der auf eine große Unterstützung von Seiten der WSV-Fans in der Revier-Metropole hofft. „Ich wünsche mir, dass uns einige hundert Wuppertaler nach Essen begleiten. Die Mannschaft weiß, um was es geht und wird alles geben, damit unsere Fans nach den 90 oder 120 Minuten feiern dürfen.“ Bayertz nimmt die Favoritenrolle an, weiß aber, wie schwer die Hürde Rot-Weiss Essen ist. „Wir wollen zeigen, wer in der Regionalliga und wer in der NRW-Liga spielt. Doch im Pokal ist nunmal alles möglich, vor allem an der Essener Hafenstraße.“

Wie man auf diesem Terrain gewinnt wissen Silivo Pagano, Stefan Lorenz (Knieverletzung) und Sebastian Zinke nur zu genau. Das Trio stand schon bei RWE unter Vertrag. Michael Dämgen: „Nicht nur die drei sind heiß auf Essen, die ganze Mannschaft freut sich darauf. Wir werden einen heißen Pokalfight erleben.“

Autor: Krystian Wozniak

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