RWE: Masuch gegen den KSC mit seiner Zweitliga-Premiere

cb
29. Oktober 2006, 11:33 Uhr

Zuerst die Pflichtspiel-Premiere im DFB-Pokal, nun das Ligadebüt für Essens Daniel Masuch.

Zuerst die Pflichtspiel-Premiere im DFB-Pokal, nun das Ligadebüt für Essens Daniel Masuch. Gegen die Eintracht gab es nicht den Einstand, den sich der ehemalige Oberhausener gewünscht hat. Die ersten beiden Schüsse waren drin, nachher gab es nur wenige Szenen, in denen sich der Schlussmann zeigen konnte.
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Gegen den KSC, erneut vor heimischer Kulisse, soll sich das Bild ändern. Die neue Nummer eins erklärt zunächst zur eigenen Situation: "Ich freue mich natürlich, jetzt spielen zu dürfen. Vor diesen Fans hat es richtig Spaß gemacht." Allerdings ist der Torwart nicht der Typ, seinen Emotionen nun freien Lauf zu lassen, da er auch weiß, wie sich die beiden Konkurrenten Karim Zaza und André Maczkowiak derzeit fühlen: "Ich kann erahnen, wie es ihnen gerade geht. Ich saß auch auf der Bank, ich kenne diese Situation."

Die nun nicht für ihn gilt, daher wird die ganze Konzentration auf die 90 Minuten gegen die Badener gelenkt. Übergroße Nervosität muss man bei dem Ex-Osterfelder nicht erwarten. "Die gab es auch vor dem Frankfurt-Spiel nicht", bestätigt Masuch, der bei seiner Nominierung dicken Beifall von den Rängen bekam. Für das Selbstvertrauen sicher nicht ganz unwichtig: "Ich habe das gar nicht so richtig mitbekommen, will das auch nicht überbewerten, da ich weiß, wie es in diesen Momenten den anderen Keepern geht. Da bin ich keiner, der sich hinstellt und sich feiern lässt. Ich will meine Leistung für RWE bringen. Wenn das dann klappt und honoriert wird, ist es natürlich schön."

Noch schöner wäre es, wenn es bereits heute dazu führt, den Dreier gegen starke Karlsruher einfahren zu können. Masuch: "Wir werden es dem KSC nicht einfach machen. In der zweiten Hälfte gegen Frankfurt hat man gesehen, wir können auch etwas spielen." Besonders Vorsicht gilt vor Massimilian Porcello, der zuletzt gegen Bochum zwei Mal den Sonntags-Hammer auspackte. "Dann hat er hoffentlich sein Pulver verschossen", zwinkert Masuch, "so kann er nicht immer abledern."

Während die Position zwischen den Pfosten also zunächst geklärt ist, stellt sich die Frage, wie Coach Uwe Neuhaus die Bankfrage behandelt. Bisher wechselten sich Masuch und Maczkowiak ab, jeder hatte immer zwei Matches hintereinander, in denen er zum Kader gehörte. Neuhaus zur neuen Rangfolge: "Wir haben grundsätzlich eine neue Situation. Der erste ist noch die Nummer zwei. Für ihn ist es schwer, damit umzugehen, die Sache vom Kopf her zu verarbeiten. Genau wie bei André, der auf die drei rutscht. Daher gilt es für mich, zu beurteilen, wer kommt mit der Lage am besten klar, wer zeigt die besten Leistungen im Training. Dass normalerweise der erste Keeper nicht auf Nummer drei rutscht, ist auch klar."

Der abschließende Zusatz: "Wenn Karim sichtbar macht, dass er damit nicht klar kommt, muss ich mir Gedanken machen, ob diese Besetzung für die Bank keine Gefahr darstellt. Beide haben momentan deutliche Probleme, das mental zu verdauen. Ich suche vor dem Match mit Karim das Gespräch. Ich weiß, er ist charakterlich einwandfrei, wenn er gefordert ist, wird er alles für die Elf geben." Ob Maczkowiak heute für die Verbandsliga-Truppe aufläuft, wird auch erst kurzfristig entschieden.

Autor: cb

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