Motivationsspritze für die Youngster: Mit Serkan Calik, Baris Özbek, Emrah Uzun hat die U21-Niederrhein-Auswahl den DFB-Länderpokal gewonnen.

RWE: Oezbek ausgezeichnet - Harrer: "Nie aufgegeben"

og
13. Oktober 2006, 20:34 Uhr

Motivationsspritze für die Youngster: Mit Serkan Calik, Baris Özbek, Emrah Uzun hat die U21-Niederrhein-Auswahl den DFB-Länderpokal gewonnen.

Motivationsspritze für die Youngster: Mit Serkan Calik, Baris Özbek, Emrah Uzun hat die U21-Niederrhein-Auswahl den DFB-Länderpokal gewonnen. Im entscheidenden Spiel wurde die Auswahl Südbadens mit 1:0 besiegt. Özbek wurde zum "Spieler des Turniers" gewählt. Alles auch unter den Augen von RWE-Coach Uwe Neuhaus, der sicherlich nicht nur auf die eigenen Kicker achtete, sondern auch auf das Blinken von anderen Rohdiamanten.
Pascal Bieler wird das Aus der U21 des DFB im Rahmen der EM-Qualifikation und auch für die kommenden olympischen Spiele in Peking 2008 weggesteckt haben. "Er war am Mittwoch schon wieder beim Training dabei", macht sich Neuhaus nicht unbedingt große Sorgen.
Auch nicht um Calik und Oezbek. "Die Jungs absolvierten ein ganz schönes Programm während des Länderpokals", nickt Neuhaus ab, "Baris hat auch vollkommen zurecht die Auszeichnung als herausragender Akteur erhalten." Auch keine Tatsache, die demotiviert. Neuhaus: "Wichtig war vor allen Dingen, dass die Kameraden gesund wieder eingetroffen sind."
Apropos Gesundheit - Michel Harrer ist wieder zurück, der 19-Jährige zog sich bekanntlich noch in der A-Jugend eine schlimme Knieverletzung (Außenbandriss, Riss der Bizepssehne, Meniskuseinriss, Anriss des vorderen Kreuzbands) zu, die "mich siebeneinhalb Monate auf Eis legte." Vergangenheit, seit zwei Wochen ist der 12-Klässler des Düsseldorfer Georg Büchner-Gymnasiums wieder am Bord. "Aktuell kann ich alle Einheiten mit der Ersten absolvieren, weil Ferien sind, ansonsten bin ich auch bei der Zweitvertretung dabei." Und soll dort erst einmal auch spielen, "über einen Termin haben wir aber noch nicht gesprochen, dafür muss ich auch die entsprechende Leistung abrufen können."
Vorab ist Harrer, der noch bei seinen Eltern in der NRW-Landeshauptstadt wohnt, froh, wieder mitzumischen. "Ich war völlig aus der Spur, aber aufgeben wollte ich trotz der Schwere der Verletzung nie." Allerdings kommt man gewaltig ins Grübeln, auch wenn er schon als A-Junior seinen Profivertrag in der Tasche hatte. "Ich überlege, nur Fachabitur zu machen, aber es wird einem in einer solchen Situation sehr bewusst, wie schnell eine Karriere als Fußballer vorbei sein kann." Deshalb ist da Voll-Abi nicht von der Agenda gestrichen. Harrer: "Ich will unbedingt weiter Profi sein."
Harrers Einsatzgebiet ist "die komplette Offensive." Sein Vorteil ist, dass er auch noch beidfüßig ist. "Links konnte ich ja in der Lazarettzeit vermehrt trainieren", grinst der Youngster, der seit einiger Zeit wieder Single ist. "Naja, das wird schon wieder", betont Harrer, genau wie auch der sportliche Werdegang.

Autor: og

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