RWE: Löbe sieht Tabellenplatz, der auch gerechtfertigt ist

og
07. Oktober 2006, 14:38 Uhr

Alex Löbe bleibt Thema! Vor dem Match gegen Braunschweig - nachher auch. Kein Problem für den Routinier, der mit passenden Formulierungen keine Schwierigkeiten hat. "Man kann sagen, wir standen vor dem Spiel durchaus zum ersten Mal auch echt unter Druck."

Alex Löbe bleibt Thema! Vor dem Match gegen Braunschweig - nachher auch. Kein Problem für den Routinier, der mit passenden Formulierungen keine Schwierigkeiten hat. "Man kann sagen, wir standen vor dem Spiel durchaus zum ersten Mal auch echt unter Druck." Die Hosen hatte die Truppe nicht voll, oder wie Löbe es sagt: "Genau dann muss man sich der Hürde auch stellen." Und sie überlaufen, vielleicht nicht superflüssig, allerdings ohne Stolperer. Der 34-Jährige: "Endlich haben wir für unseren enormen Aufwand auch Zählbares eingefahren." Und sein energischer Nachsatz: "Das war vollkommen verdient."
Mit einem Löbe-Treffer, seinem 21. Erfolg in Liga zwei insgesamt. "Echt, weiß ich gar nicht", grinst Löbe, "klar, es war für mich auch eine Erleichterung, endlich einmal zum Abschluss gekommen zu sein." Nach einer klassischen Situation, einer Flanke von der Torauslinie in den Rücken der Abwehr. Wenn das gelingt, dann ist der Oldie brandgefährlich, es war nicht die einzige derartige Szene. Neuhaus: "Uns ist schon klar, was sein wirkliches Spiel ist. Was Alex zeigt, ist allerhöchstes Niveau." Allerdings kann sich Löbe nicht alleine auf den gegnerischen Sechzehner beschränken. "Das sieht halt nicht jeder", nimmt der ehemalige Paderborner durchaus zur Kenntnis, dass es Kritiker gibt, die nur auf die Trefferausbeute fixiert sind. "Wir spielen nun einmal eine Taktik, die auch etwas anderes vorsieht." Nämlich enormen Aufwand, eine Menge Meter. Löbe: "Die Wege werden durchaus ganz schön lang, wenn man vorne zwischen den Abwehrakteuren hin und her rennt." Nicht nur kreuz und quer, sondern auch nach hinten. Löbe: "Aber egal, es zahlt sich für die Truppe aus." So dass gegen die Eintracht nach dem 2:0 nichts mehr passieren konnte, für den 106-fachen Zweitligaakteur "eine Dominanz, eine totale Souveränität." Belegbar dadurch, dass Essens Keeper Karim Zaza - dem die Fans vor dem Anpfiff ein aufmunterndes Transparent widmeten - nicht wirklich einmal richtig eingreifen musste. Für Neuhaus "eine Kompaktheit des Teams." Löbes Blick über den Tellerrand: "Na klar, so ein Sieg in Köln wäre noch schicker gewesen, allerdings war nach dem 0:1 dort der Sieg über Braunschweig viel wichtiger." In der Tat! Neuhaus stimmt seinem Kapitän bei: "Vollkommen, mein Team hat nach der Niederlage in Köln die richtige Antwort gegeben." Löbes Fazit ist eindringlich: "Jetzt stehen wir in der Tabelle wenigstens annähernd dort, wo wir bezogen auf die bisherigen Leistungen auch wirklich hingehören." Und noch einmal nachlegend: "An diese acht Zähler sind wir bestimmt nicht glücklich dran gekommen, das liegt einfach daran, das wir funktionieren."

Autor: og

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