Kein Tag vergeht ohne neuen Höhepunkt im Finanzskandal um den italienischen Fußball: In einem Vorstoß fordert nun Atalanta Bergamo den Ausschluss des in die Schusslinie geratenen AS Rom.

Für "Roma" wird die Luft dünner

us
13. August 2003, 11:42 Uhr

Kein Tag vergeht ohne neuen Höhepunkt im Finanzskandal um den italienischen Fußball: In einem Vorstoß fordert nun Atalanta Bergamo den Ausschluss des in die Schusslinie geratenen AS Rom.

Im italienischen Fußball geht es einmal mehr drunter und drüber: In der Untersuchung der römischen Staatsanwaltschaft anlässlich gefälschter Bürgschaften zum Erwerb der Lizenz konzentriert man sich nun speziell auf sechs Personen. Ermittelt wird gegen fünf italienische Klubs, darunter Erstligist AS Rom und Zweitligist SSC Neapel.

Zu ihnen zählen zwei Funktionäre der Gesellschaft Covisoc, die den finanziellen Stand der Fußballverbände überprüft. Den Verdächtigten wird Betrug, Korruption und Dokumentenfälschung vorgeworfen, berichtete die Mailänder Tageszeitung Gazzetta dello Sport am Mittwoch.

Der Skandal beunruhigt den Präsidenten des Olympiaverbands CONI, Gianni Petrucci. Er forderte vom Fußballverband einschneidende Maßnahmen zur Bestrafung jener Klubs, die mit Betrug die Lizenz erhalten haben. "Wer die Regeln der Transparenz und Ehrlichkeit missachtet, muss strengstens verfolgt werden", betonte Petrucci.

Atalanta greift nach dem Strohhalm

Der italienische Klub Atalanta Bergamo, der am Ende der letzten Saison in die Serie B abgestiegen ist, forderte inzwischen erneut den Ausschluss des AS Rom aus der Serie A. Die Römer seien nicht nur in den Bürgschafts-Skandal verwickelt, sie hätten dem Fußballverband die Dokumente für die Serie-A-Lizenz auch zu spät vorgelegt, betonte der lombardische Klub. Mit dem Ausschluss von AS Rom aus der Ersten Liga würde Atalanta wieder in die Serie A aufrücken.

Autor: us

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