Stefan Maierhofer jubelt mit Luca Tonis „Ohrmuschel“, Bruno Soares feuert Gewehrsalven ab und Srdjan Baljak streckt  einfach nur den Zeigefinger in die Luft.

Eine SMS für Tiffert

Folgt jetzt Sahans siebter Streich?

25. Januar 2011, 09:37 Uhr

Stefan Maierhofer jubelt mit Luca Tonis „Ohrmuschel“, Bruno Soares feuert Gewehrsalven ab und Srdjan Baljak streckt einfach nur den Zeigefinger in die Luft.

Unterschiedlicher kann der Torjubel kaum sein. Doch an ein Ritual haben sie die Duisburger besonders gewöhnt. Olcay Sahan formt nach jedem Einschlag mit seinen Händen ein Herz. Und weil der 23-Jährige in Ingolstadt bereits seinen sechsten Streich feiern durfte, ist die Geste mittlerweile ganz normal.

Doch was bedeutet sie? „Das ist ein Zeichen für meine Zukünftige“, lacht Sahan. „Es ist aber nicht nur eine Liebeserklärung, sondern auch ein Dank. Denn seitdem sie zum ersten Mal in der Arena war, treffe ich immer regelmäßiger.“

Nun drängt sich natürlich die Frage auf, ob seine Freundin auch am Mittwoch gegen den 1. FC Kaiserslautern unter den Zuschauern sein wird? „Natürlich“, grinst Sahan voller Vorfreude. Denn der Knaller gegen die „Roten Teufel“, ist für den Youngster das Highlight seiner noch jungen Karriere. „Das ist ein unglaublich wichtiges Match für den Verein. Wir müssen einfach das Halbfinale erreichen.“

Die Chancen dafür stehen gar nicht schlecht, denn immerhin haben die Zebras auch schon den Erstligisten aus Köln rausgeworfen. „Aber Kaiserslautern ist besser“, warnt Sahan, der sich in dieser Saison zu einem echten Führungsspieler entwickelt hat und aus der Startelf nicht mehr wegzudenken ist. „Die haben eine richtig gute Mannschaft, enorme Qualität und müssten in der Bundesliga eigentlich noch viel weiter oben stehen.“

Auch wenn der Deutsch-Türke vor dem Kontrahenten aus der Pfalz Respekt hat, rechnet er mit einem Heimsieg: „Schließlich können wir ganz befreit aufspielen, weil mit uns sowieso niemand rechnet.“

Das hat er auch seinem ehemaligen Teamkollegen Christian Tiffert per SMS mitgeteilt. „Wir stehen noch regelmäßig in Kontakt“, berichtet Sahan, der ein freundschaftliches Verhältnis zu Tiffert pflegt. „Ich habe ihm nach seinem Sieg in Koblenz geschrieben, dass es mir leid für ihn tut, dass nun Schluss sein wird.“ Die Antwort des Ex-Duisburgers war genauso ruhig wie seine Spielweise. „Er hat nur gemeint, dass wir es noch abwarten sollten“, erzählt Sahan und lobt Tiffert in den höchsten Tönen: „Er ist der kompletteste Spieler, mit dem ich je gearbeitet habe. Dennoch wird er es schwer für ihn, gegen uns zu gewinnen.“

Schließlich wollen die Fans wieder Sahans Herz und damit seinen siebten Streich sehen.

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